| April 2003
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Aktuelles aus Lüneburg |
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Erde. Urwald. Mensch. Eine Gemeinschaftsausstellung des
Wasserturms, der Volkshochschule, des Heinrich-Böll-Hauses, der Greenpeace-Gruppe und des
Bauckhofes Amelinghausen
vom 13.04 bis 09.06.2003 im Lüneburger Wasserturm
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"Erde. Urwald. Mensch." ist eine Ausstellung, die auf Schätze
unserer Natur aufmerksam macht und die den Besucherinnen und Besuchern den sorgfältigen Umgang mit diesen
Schätzen ans Herz legt.
Eine Ausstellung über Urwälder, Tiere und Pflanzen, über Artenvielfalt und natürliche Landwirtschaft
und über den Fairen Handel. Einige Aspekte der Nachhaltigkeit.
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Urwälder mit ihrer unendlichen Vielfalt an Pflanzen und Tieren sind die Quellen des Lebens.
Sie beherbergen einen unerschöpflichen Reichtum an Arten. Hier sind viele Tier- und Pflanzenarten in ihrer
über Jahrtausende entwickelten genetischen Stabilität sicher verwahrt und es entwickeln sich immer wieder
viele neue Arten auf natürliche Weise.
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Der Schutz der Urwälder ist daher wichtig für den Erhalt des
Lebensraums der Menschen. Das zeigen die Greenpeace-Ausstellungen über die Urwälder der Welt und die
Insekten aus dem Tropischen Regenwald.
Das Wiederentdecken vergessener Kulturpflanzen sichert das Leben und Überleben der Menschen. Über lange
Zeiträume haben sich Pflanzen den Klimabedingungen der jeweiligen Region angepasst. Wie wichtig diese Vielfalt
ist und wie diese Vielfalt die Menschen schützt zeigt eine Ausstellung über ein deutsch-südamerikanisches
Schulgartenprojekt.
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Artenvielfalt erhalten und ökologische Landwirtschaft fördern bedeutet auch, Produkte aus nachhaltiger
Urwaldwirtschaft und nachhaltiger Landwirtschaft zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern zu bringen.
Der Faire Handel leistet hier einen wichtigen Beitrag. Er sichert den Bewohnerinnen und Bewohnern der Urwälder
ihre Lebens- und Arbeitsgrundlage und unterstützt die ökologisch wirtschaftenden Bäuerinnen und Bauern in ihrer
Arbeit. Wir stellen Ihnen den Fairen Handel und einige Produkte aus Fairem Handel vor.
Die Bedeutung des ökologischen Landbaus für einen pfleglichen, sprich nachhaltigen Umgang mit der Natur,
für den Schutz von Boden, Luft und Wasser, für die Vielfalt pflanzlicher und tierischer Lebewesen, für den
Schutz vor dem Eingriff in den genetischen Haushalt ist sehr groß. Überzeugen Sie sich von der Schönheit der
Natur im ökologischen Landbau und von der Wichtigkeit, diese Natur zu erhalten.
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 Thailändischer Bauer mit einer Weltkugel in den Händen |
Ausstellungsinhalte
Urwälder der Welt | Tiere und Pflanzen | natürliche Landwirtschaft | Fairen Handel
Aspekte der Nachhaltigkeit | Agenda 21 | Biodiversität
Ausstellungseröffnung: So, 13.04. um 12.00 Uhr
Eröffnungsvortrag: Waldcampaigner von Greenpeace
Die Ausstellungen im Einzelnen:
- Greenpeace-Ausstellung: Urwald - voller Leben
Globale Urwaldkrise: Raubbau im Süden, Kahlschlag im Norden
Amazonas: Größtes tropisches Urwaldgebiet der Erde und Heimat des Jaguars
Afrikas Urwald: Lebensraum des Waldelefanten in Gefahr
Nordamerika: Mit den Urwäldern verschwinden die Wölfe
Temperierte Regenwälder der Anden: Keine Zuflucht mehr für seltenen Hirsch
Europäische Urwälder: Mit dem Urwald verschwindet der Braunbär
Die russischen Urwälder: Schwindendes Revier des Sibirischen Tigers
Dschungel Südostasiens: Mit den Bäumen stirbt der Orang-Utan
Rettung der Fantastischen Sieben, der letzten großen Urwälder dieser Erde
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Greenpeace-Ausstellung: Tropische Insekten
Geschnitzte Insekten aus tropischen und subtropischen Breiten
Die 13 künstlerisch gestalteten Reliefscheiben aus dem Holz eines mächtigen afrikanischen Wa-Wa-Baumes
zeigen Insekten aus den tropischen und subtropischen Breiten. Die 50 mal 60 Zentimeter großen Reliefs
sollen ein Symbol für die Artenvielfalt und gegen die Zerstörung der letzten Urwälder sein. Die Insekten wurden
aus einem rund vier Meter langen Stamm von der Elfenbeinküste geschnitzt, den Greenpeace Berufsfachschülern für
Holzbildhauerei aus Flensburg überlassen hatte.
- Ausstellung des Heinrich-Böll-Hauses Lüneburg: Nutzpflanzenvielfalt neu entdecken
(INKA e.V. und Klima-Bündnis-Agentur Nord)
Schulgärten in Deutschland und Ecuador
Eine Ausstellung über die Bedeutung des Schutzes der Artenvielfalt für die Sicherung unserer Ernährung und für
die Selbstversorgung der Menschen in Ecuador auf 8 Tafeln.
- Nutzpflanzenvielfalt neu entdecken
- Vielfalt für Feinschmecker
- Nahrungsvielfalt
- Kulturelles Erbe
- Kartoffeln, Mais und Co.
- Alte Sorten neu entdeckt
- Wo Tomaten auf den Bäumen wachsen
- Machen Sie mit
- Ausstellung des Heinrich-Böll-Hauses Lüneburg: Fairer Handel
Biodiversität - Ökologie - Soziales - Nachhaltigkeit
Im Rahmen der Ausstellung im Wasserturm soll der Faire Handel mit den Ländern der sogenannten Dritten Welt
vorgestellt werden. Anhand einer Tafel aus der Agenda 21-Ausstellung der Stadt Lüneburg sowie verschiedener
Posterserien zu Produkten des Fairen Handels sollen verschiedene Produkte des Fairen Handels gezeigt und
erläutert werden. Die Rolle des Fairen Handels für globale Nachhaltigkeit soll dabei herausgestellt und
verständlich werden. Zudem sollen ausgewählte Produkte im Foyer des Wasserturms verkauft werden, z.B. Kaffee,
Tee, Honig, Reis, Vollrohrzucker, Kakao, Schokolade, Schokoriegel, Orangensaft etc.
- Ausstellung: Ökologischer Landbau
Eine Wanderausstellung des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft.
Im Rahmen des "Bundesprogramms Ökologischer Landbau" wird eine interessante, informative und spannende
Wanderausstellung ein Jahr lang in ganz Deutschland unterwegs sein. Ab dem 13.4.2003 wird sie für vier Wochen
im Wasserturm zu sehen sein. Es handelt sich dabei um eine multimediale, sehr aufwändig gestaltete Ausstellung
zum Sehen, Hören, Fühlen über den ökologischen Landbau.
- Rahmenprogramm
Vorträge, Aktionstage, Filme, Sonntagsführungen, Hofbesichtigungen u.v.m.
Aktionstag Landwirtschaft, Aktionstag Fairer Handel, Dschungel-Aktionstag, Dschungelnacht,
Filme zu Produkten des Fairen Handels, Verkauf von Produkten aus fairem Handel im Turmladen,
spezielle Sonntagsführungen durch die Ausstellung, Hofbesichtigungen, landwirtschaftliche Produkte,
weitere Veranstaltungen werden vorbereitet.
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Abschlussvortrag am 5.6.2003:
Im Juni 2003 kommt auf Einladung der Klima-Bündnis-Agentur Nord im Heinrich-Böll-Haus Lüneburg ein
Ecuadorianer nach Niedersachsen. Er ist ein direkt Betroffener von der im vergangenen Jahr in allen
Medien diskutierten Ölpipeline durch den ecuadorianischen Regenwald, die sehr große Zerstörungen anrichten
würde. Sie soll unter anderem durch Kredite der Westdeutschen Landesbank finanziert werden. Dieses hat zu
erheblichen Protesten in der Umweltbewegung geführt und die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen unter
Druck gesetzt, dieses Projekt nicht mit zu finanzieren.
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