Über 200 Jahre schlummerte es in Archiven und der Lüneburger Ratsbücherei. Jetzt wurde es wiederentdeckt, das
Originalexemplar eines Tanzbuches aus dem 18. Jahrhundert, geschrieben vom Lüneburger Stadtmusicus Friedrich Wilhelm
Pannenberg.
Pannenberg war von 1784 bis 1792 vom Rat der Stadt bestellt worden, um mit seiner Musikerschar zu allen festlichen und
repräsentativen Anlässen aufzuspielen. Darüber hinaus komponierte er jedoch auch und nahm sich dabei der Tänze und Moden
seiner Zeit an, der Zeit des Rokoko. Hinterlassen hat er ein Büchlein mit dem Titel "Dreißig Englische Tänze".
Dieses Vermächtnis wurde nun wieder ausgegraben. Und zwar von May Pause, die sich in Lüneburg bereits einen Namen
gemacht hat als Leiterin des Höfischen Tanzkreises, der wiederum in den vergangenen Jahren bei vielen Veranstaltungen seine
Zuschauer immer wieder in die Welt des Tanzes vergangener Jahrhunderte entführte.
Zunächst mußte die Musik, die nur in einzelnen Stimmen vorhanden war, jedoch wieder spielbar gemacht und die altmodischen
Tanzanweisungen in unsere Sprache verständlich umgesetzt werden. Das ist gelungen und das Ergebnis kann bei der
Uraufführung anläßlich der Lüneburger Museumsnacht am 24. Mai erlebt und bewundert werden. Im Fürstensaal des historischen
Lüneburger Rathauses, in dem Friedrich Wilhelm Pannenberg selbst zu mancherlei Festlichkeit den musikalischen Rahmen
geliefert haben wird, nehmen die Mitglieder des höfischen Tanzkreises die Besucher mit in die Welt der raschelnden Kleider und
phantasievollen Perücken. Sicherlich ein Highlight.
Weitere Informationen zur Museumsnacht und alle Programme in den Museen bei
www.lueneburger-museumsnacht.de
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