Mai 2003

Aktuelles aus Lüneburg   

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Auftritt des Folkloreensembles "Kaszuby"
aus Kartuzy (Karthaus), Polen

im Rahmen der 4. Lüneburger Museumsnacht
im Ostpreußischen Landesmuseum
 
Folkloreensembles Kaszuby aus Kartuzy (Karthaus), Polen Wie bei den voraufgegangenen drei Museumsnächten hat das Ostpreußische Landesmuseum auch in diesem Jahr wieder eine Musikgruppe engagiert. Nach Königsberg, Masuren und Estland ist dieses Jahr wieder ein polnisches Ensemble bei uns zu Gast.

Die Musik- und Tanzgruppe "Kaszuby" kommt aus der Kleinstadt Kartuzy (deutsch: Karthaus). Wie der Name der Gruppe vermuten läßt, umfaßt ihr Repertoire hauptsächlich kaschubische Folklore. Die Kaschuben leben als offiziell anerkannte Minderheit mit eigener Sprache und Kultur im Norden Polens, westlich von Danzig und haben über die Jahrhunderte ihre Eigenständigkeit zwischen Deutschen und Polen bewahrt. Ihr bekanntester Vertreter hierzulande (und wohl auch international) ist der Literaturnobelpreisträger Günter Grass, dessen kaschubische Großmutter in der Figur der Anna Bronski aus dem Roman "Die Blechtrommel" Eingang in die Weltliteratur gefunden hat.

Das Ensemble "Kaszuby" wurde 1946 gegründet und sieht als seine Aufgabe die Erhaltung und Weiterverbreitung der kaschubischen Folklore an. Die Gruppe nahm an zahlreichen Festivals teil, macht regelmäßig Tourneen ins Ausland - sie ist bisher in fast allen europäischen Ländern aufgetreten, besonders häufig in Deutschland und Dänemark - einmal sogar in Kanada, wo eine kleine kaschubische Minderheit lebt. Die Mitglieder der Gruppe (insgesamt ca. 50) sind Amateure, auch die Leiter sind ehrenamtlich tätig. Zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen zeugen von dem hohen Niveau der tänzerischen und musikalischen Darbietung.

In Lüneburg wird die Gruppe mit vier Tanzpaaren, sechs Musikern und dem Leiter der Gruppe, Herrn Franciszek Kwidzi?ski, der diese Funktion schon seit 1961 ausübt, auftreten. Die kaschubischen Volkstänze werden von traditionellen Musikinstrumenten begleitet - u.a. von Teufelsgeige, Brummbass und der typisch kaschubischen "Bazuna" (vom Wort "Posaune" abgeleitet), einem knapp zwei Meter lagen Horn. Das Publikum ist aufgefordert mitzutanzen - auch am Brummbass darf man sich versuchen. Die Musiker und Tänzer (und Sänger) werden zum Auftakt um 18.00 Uhr, zum Ausklang ab 23.30 Uhr sowie um 19.30, 21.00 und 22.30 Uhr die Besucher unterhalten.

Das Engagement der Gruppe, die kein Honorar bekommt, gelang dem Museum nur durch die Bereitschaft von Mitarbeitern und Ehrenamtlichen, die die Ensemblemitglieder privat unterbringen und verpflegen. Weitere Auftritte der Gruppe finden statt am Freitag, dem 23. Mai in Winsen/L. sowie am Sonntag, dem 25. Mai, in Wietzendorf.

Weitere Informationen zur Museumsnacht
und alle Programme in den Museen bei


www.lueneburger-museumsnacht.de




 
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