| April 2004
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Aktuelles aus Lüneburg |
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Radio ZuSa für die Region sichern
Nach der Fusion der beiden Radiovereine wirbt ZuSa e.V. um Mitglieder
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Uelzen/Lüneburg. "Man muß wissen, ob einem das was wert ist", sagt der Vorsitzende des neuen Radiovereins ZuSa e.V., Eckhard Lange: "ein lokales Radio für die Region, das jenseits von öffentlich-rechtlichem und von privatem Rundfunk nicht-kommerziell arbeitet und nur für den Bürger da ist."
Lange selbst kommt vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk, war an verantwortlicher Stelle beim Südwestfunk (heute Südwestrundfunk) in Baden-Baden tätig und sieht im niedersächsischen Bürgerfunk ein faszinierendes Projekt, das möglicherweise tatsächlich das Schlagwort vom "mündigen Bürger" mit Leben erfüllen könnte.
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 Der Vorstand von ZuSa e.V. (von links nach rechts): Michael Wenzel, Herbert Blödorn, Martin Exner, Hans-Peter Schneider, Eckhard Lange und Geschäftsführer Wolfgang Laudan. Foto: nh |
Im Vereinsvorstand stehen ihm mit Hans-Peter Schneider, Michael Wenzel, Martin Exner und Herbert Blödorn in Wirtschaft, Verwaltung und Verbandsarbeit , sowie Wolfgang Laudan als Geschäftsführer, ausgewiesene Kräfte zur Seite.
Seit 1997 sendet der werbefreie Lokalsender Radio ZuSa im Bereich Uelzen, Lüneburg, Harburg und seit Juni 2002 auch im kompletten Wendland. Bis 2009 ist die Lizenz für Radio ZuSa als Bürgerrundfunk erteilt. Gesichert ist der ohne Werbung laufende Radiobetrieb jedoch nur, wenn die Auflagen nach dem Niedersächsichen Landesmediengesetz erfüllt werden. Das heißt: Vor allem müssen die Bürger mitmachen. Ihnen werden sogenannte offene Sendeplätze für eigene Sendungen angeboten und sie können sich an der Finanzierung des Radios beteiligen, indem sie entweder als Gesellschafter in die das Bürgerradio veranstaltende Rundfunkgesellschaft Nordostniedersachsen (RG NON) eintreten oder in den Förderverein ZuSa e.V. , der 40 % der Gesellschaftsanteile trägt.
Seit im vergangenen Jahr die beiden Radiovereine Grundrauschen Lüneburg und Förderverein Radio Uelzen fusionierten, gibt es für das Sendegebiet von Radio ZuSa nur noch einen Förderverein: ZuSa e.V. Er hat rund 130 Mitglieder, die dringend auf Zuwachs angewiesen sind, wenn das ehrgeizige Ziel, lokalen Hörfunk als "publizistische Ergänzung" für die Region mit seinem bunten und vielfältigen Programm auf Dauer zu erhalten, erreicht werden soll. Radio Flora, ein vergleichbarer Bürgerfunk in Hannover, hat 600 Mitglieder.
Immer mal wieder sieht sich der seit einem Jahr amtierende Vorstand des Vereins mit Forderungen der Rundfunkgesellschaft konfrontiert, bei Finanzierungslücken und bei der Sicherung der wenigen hauptamtlichen Arbeitsplätze an den Studio-Orten in Uelzen, Lüneburg und Lüchow auszuhelfen. Die Fördermittel des Landes, der Kreise und der Gemeinden allein reichen bei weitem nicht aus, ein Programm von der redaktionellen und technischen Qualität auszustrahlen, wie es mittlerweile - auch in der Landesmedienanstalt - Anerkennung erfahren hat.
Aufgebaut wurde Radio ZuSa seit 1993 von den beiden früheren Fördervereinen in Lüneburg und Uelzen, die nun im ZuSa e.V. verschmolzen sind. "Zu" steht für Zucker und damit für Uelzen und seine - auch über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannte - Zuckerfabrik. "Sa" steht für Salz und damit für die historische Salzstadt Lüneburg und für die Salzstöcke im Wendland.
Mit vereinten Kräften ist es gelungen, Radio ZuSa mit moderner Digitaltechnik auszustatten, ein mobiles Studio für Außenübertragungen anzuschaffen - ein eigener Übertragungswagen steht zur Verfügung - und ein nahezu rund um die Uhr laufendes Programm auszustrahlen, das nicht zuletzt von Bürgern, Bürgergruppen, Vereinen und Verbänden mitgestaltet wird (auf den Frequenzen 88,0 MHz für Uelzen, 95,5 MHz für Lüneburg und 89,7 MHz für das Wendland). Zu vollen Stunden wird für die Weltnachrichten zu DeutschlandRadio Berlin umgeschaltet, das auch in den wenigen noch ZuSa-freien Zeiten sein Programm sendet.
Der Radioverein versteht sich nicht als Debattierclub, mit dem auf das Programm inhaltlich Einfluß genommen werden soll. Gleichwohl haben seine Mitglieder über die Gesellschafterversammlung die Möglichkeit, die Zusammensetzung der Gremien - Aufsichtsrat und Programmrat - mitzubestimmen. Als Hauptzweck weist die Vereinssatzung aus, allen Schichten der Bevölkerung Zugang zum lokalen Rundfunk zu ermöglichen. Der Verein leistet Hilfestellung bei der Produktion eigener Sendungen auf den Offenen Sendeplätzen, veranstaltet Radioseminare, in der die Arbeit am Mischpult, das digitale Schneiden von Sendungen und journalistische Techniken gelernt werden können. Eine eigene Sendung veranstaltet der Radioverein mit "Speakers Corner", die u.a. für die korporativen Mitglieder des Vereins oder auch für Bürgerinitiativen der Region zur Verfügung stehen. Bei öffentlichen Veranstaltungen, Messen, Ausstellungen und Foren wird außerdem Öffentlichkeitsarbeit für Radio ZuSa geleistet.
Der jährliche Beitrag für persönliche Mitglieder beträgt 50 € , für korporative Mitglieder 200 €.
Wer daran interessiert ist, aktiv oder passiv ZuSa e.V. und damit den lokalen Rundfunk in der Region zu unterstützen, kann sich beim Geschäftsführer des Vereins Wolfgang Laudan, Scharnhorststraße 1, in 21335 Lüneburg, über Telefon 04131/781380 oder über E-mail Radioverein@zusa.de weitere Informationen holen.
April 2004
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