Seit dem 01.04.2004 ist der Internetauftritt der Bildungs- und Gedenkstätte "Opfer der NS-Psychiatrie" in Lüneburg online.
Die professionelle Internetpräsenz informiert über das vielseitige Angebot, das die neue Einrichtung im Wasserturmgebäude
auf dem Gelände des Landeskrankenhauses Lüneburg bietet bzw. bieten wird. Im Bereich der Psychiatrie ist die neue Bildungs-
und Gedenkstätte für ganz Niedersachsen von Bedeutung, da es ein vergleichbar umfassendes Projekt nicht gibt.
Die Eröffnung der Räume für die Öffentlichkeit und Besuchergruppen ist für den Oktober 2004 geplant, aber schon jetzt gibt
es online unter www.gedenkstaette-psychiatrie.niedersachsen.de umfassende Informationen zur Geschichte der Psychiatrie im
"Dritten Reich", den Verbrechen des Nationalsozialismus in der Anstalt Lüneburg, und der dazugehörigen Vor- und
Nachgeschichte. Die Bildungs- und Gedenkstätte versteht sich als Projekt zu einer inhaltlich breit angelegten
Gedenkstättenarbeit, in der die historisch-politische Bildung auch aktuelle Themen umfasst, wie zum Beispiel die Diskussion
um die Behandlung sozial Schwacher in der Gesellschaft. Ebenso sind umfassende Informationen zur Geschichte der Heil- und
Pflegeanstalt Lüneburg ab 1901 einbezogen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Darstellung von künstlerischen Arbeiten
von früheren Patienten, um ihre Leistungsfähigkeit zu würdigen und weiterhin den Opfern der NS-Psychiatrie eine dauerhafte
Erinnerung zu sichern. Zentrale Bereiche der Bildungs- und Gedenkstätte sind:
- Dauerstellung zu den Opfern und Tätern der "Kinderfachabteilung" Lüneburg im Zweiten Weltkrieg.
- Dauerausstellung zur über 100-jährigen Geschichte des Landeskrankenhauses Lüneburg (mit Objekten)
- Ausstellungen zur Patientenkunst.
- Arbeitsmappen, Literatur und ein PC mit vielfältigen Informationsangeboten.
- Arbeitsmöglichkeiten für Besucher (-gruppen), sowie ein Vortragsraum.
- Kooperation mit Institutionen und Gruppen zur und in der Gedenkstättenarbeit.
Zu diesen und weiteren Themen gibt es Informationen im Internetauftritt. Interessierte können sich dort über das
Bildungsangebot informieren und einen Besuch konkret vorbereiten.
(Pressemitteilung, 01.04.2004)
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