Ausstellungseröffnung: am 17.11.00 im Ostpreußischen Landesmuseum |
|
|
Mit den bekanntesten Worten aus der Weihnachtsgeschichte des Lukas Evangeliums begann Dr,Ronny Kabus die Eröffnungsrede zu der Krippenausstellung aus der Sammlung Maud Pohlmeyer im Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg. Die Weihnachtskrippe mit der Darstellung der Heiligen Familie im Stall zu Bethlehem, mit Jesuskind in der Krippe, den Weisen aus dem Morgenland, Engel, Hirten und den dazugehörigen Herdentieren sind Sinnbild christlicher Hoffnung quer durch die Völker und Nationen. 80 von insgesamt 450 Krippen hat die Sammlerin Maud Pohlmeyer im Ostpreußischen Landesmuseum ausgestellt. |
![]() Die Sammlerin Maud Pohlmeyer und Silke Straatman, Organisatorin der Ausstellung |
![]() Stoffkrippe aus Ostpreußen |
Durch die Darstellungen der Krippen aus den verschiedenen Kulturkreisen wird deutlich, wie unterschiedlich die Geburt Christi von der christlichen Bevölkerung aller Kulturen gesehen wird.
Die in Landestracht ausstaffierten Stoffkrippen aus Ostpreußen und Schlesien neben afrikanischen Ebenholzkrippen, dann schlichte Maisstrohkrippen aus Tschechien, einer schwangeren Maria aus einer "Misteri"- Krippe aus Peru und vielen anderen bemerkenswerten Darstellungen. |
|
Markus Pohlmeyer-Jöckel gab in seiner theologischen Einführung sogar einen Hinweis auf Jesajas "Tierfrieden". "Auch die Tiere sind wesentlicher Bestandteil der Weihnachtsgeschichte. "So gibt es Krippen, da sind Hund und Katze und Vogel friedlich nebeneinander aufgestellt und Krippen mit den typischen Herdentieren ihres Herkunftlandes." |
![]() Heidekrippe aus Deutschland |
| "Krippen sind eingefangene Augenblicke! Auch der Akt der brutalen Volkszählung des Herodes mit der zwangsläufigen Folge der Heimatlosigkeit der Heiligen Familie ist auch heute immer wieder Schicksal von verfolgten Bevölkerungsgruppen in aller Welt." | |
![]() Akamba-Krippe aus Kenia |
Die typischen Weihnachtsspiele, denen seit dem 12.Jahrhundert die Prophezeiung des Kommens Christi beigefügt ist, haben sich von allen "Geistlichen" Spielen am längsten erhalten. Auch in Kindergärten, Schulen und kirchlichen Jugendgruppen werden immer noch Krippen gebastelt und die Weihnachtsgeschichte aufgeführt. |
| Auch das museumspädagogische Begleitprogramm des Landesmuseums bietet neben der Ausstellung Vorträge und Kurse über kulturelle Hintergründe, den Bau von Krippen und die Herstellung von Krippenfiguren an. Maud Pohlmeyer hat nicht nur die Krippensammlung, die seit 1980 in ganz Deutschland 43 mal ausgestellt wurde, sondern auch eine Sammlung von 350 Engeln und 800 Kreuzen. | |
|
In der Krippenausstellung im Landesmuseum befindet sich auch die Krippe der Goralen aus Zakopane, Polen. Besonders markant,- alle Figuren halten ihre Augen geschlossen. Der Künstler Klaudiusz Angermann sagt dazu im Oktober 1982 während des Ausnahmezustandes in Polen. "Zur Zeit haben wir keinen Grund die Augen zu erheben!" Erheben Sie bei Ihrem Besuch Ihre Augen und lassen Sie diese besondere Ausstellung im Ostpreußischen Landesmuseum mit all ihrer Vorweihnachtsfreude intensiv auf Sie einwirken! |
![]() Krippe der Goralen aus Zakopane (Polen) |
| [Übersicht Archiv] [Startseite Luene-Info] | |