Schneeleopardin Dshamilja bekommt neues ZuhauseNABU begleitet gerettete Schneeleopardin in ihr neues Gehege nach Zuerich |
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Bonn/Zuerich -- Die im Dezember 2000 von der Wildhuetergruppe Bars des
Naturschutzbundes NABU vor dem sicheren Tod bewahrte und aus Kirgisistan
nach Deutschland ueberfuehrte Schneeleopardin Dshamilja hat ihr neues
Zuhause im Zuericher Zoo erreicht. Begleitet wurde sie von
NABU-Projektleiterin Birga Dexel und einem Pfleger aus dem Wildpark
Lueneburg, wo die Schneeleopardin bis jetzt gelebt hat.
"Die Entscheidung fuer Zuerich fiel unter Beruecksichtigung des Europaeischen Zuchtaustauschprogrammes (EEP) und aufgrund der Tatsache, dass Zuerich eines der weltweit modernsten Gehege fuer Schneeleoparden errichtet hat", erklaerte NABU-Praesident Jochen Flasbarth. Dshamilja sei heute dem Kurator des Zuericher Zoos uebergeben worden. Nach einer kurzen Quarantaene werde sie in ihr neues Gehege entlassen, so der NABU. | |
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Die Leopardin wird sich das Gehege mit einem Kater gleichen Alters teilen,
der zurzeit noch im schwedischen Zoo Nordens Ark lebt. "Beide Tiere stehen
kurz vor der Geschlechtsreife. Das ist aus zoologischer Sicht die beste
Zeit, zwei Tiere zusammenzubringen, die ein Paar werden sollen", so
Projektleiterin Dexel. Der NABU und die kooperierenden Zoos hofften, dass sich schon im naechsten Fruehsommer Nachwuchs einstelle. Dexel: "Das waere ein besonderer Erfolg, denn seit mehr als 20 Jahren hat es keinen Nachwuchs von Schneeleoparden aus freier Wildbahn gegeben." |
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Ausser der Kooperation mit Zoos wird der NABU im naechsten Jahr zusammen mit der kirgisischen Regierung die erste Schneeleoparden-Forschungsstation in Zentralasien aufbauen. Von dieser Station aus koennten zu einem spaeteren Zeitpunkt auch Nachfahren der Zuericher Schneeleopardin wieder in die freie Natur entlassen werden. "Eine Auswilderung hat es bisher noch
nicht gegeben. Aber diese Option gewinnt auch angesichts der Ereignisse in
Zentralasien eine neue Dringlichkeit", sagte Dexel. Auch wenn das Projekt
in Kirgisistan nicht direkt vom Krieg in Afghanistan betroffen sei,
bestuende die Gefahr, dass ein Teilbestand von 330 -- 800 Tieren in den
Staaten Pakistan, Usbekistan Tadschikistan sowie Afghanistan durch die
Kriegshandlungen stark in Mitleidenschaft gezogen wuerde. |
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