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Ich bin hier nur "Dienstleister" Jürgen Trittin im "Shooters" Billard-Cafe in Lüneburg
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| Zur Unterstützung der Fraktion der Grünen in Stadt und Landkreis Lüneburg zeigte Bundesumweltminister Jürgen Trittin über 300 interessierten Gästen, dass Politik auch Leidenschaft sein kann. Er hatte es nicht immer leicht seine politischen Inhalte sachorientiert an Frau oder Mann zu bringen. | |
![]() "Klimaschutzminister" Jürgen Trittin im Shooters Lüneburg |
Eines der wichtigsten Themen des "Klimaschutzministers", wie er sich selber nennt, ist die globale Erwärmung. Für viele Menschen auf dieser Welt ist die globale Erwärmung eine Frage des Überlebens, wenn es um die Tatsache geht, dass der Meeresspiegel um 30 cm oder 50 cm ansteigt.
Beim Klimaschutzgipfel ging es um die Entscheidung, ob Menschen in anderen Regionen der Erde überleben können.
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"Ich bin hier nur Dienstleister. Wir haben eine Antwort auf die Politik eines George W. Bush, - wir sagen raus aus der Atomenergie, rein in eine erneuerbare Energie". Vehement setzt sich Trittin gegenüber verunglimpfenden Zurufen einer kleinen Zuschauergruppe zur Wehr.
"Wer glaubt, über diese Angelegenheit kabarettistische Scherze machen zu können, hat sie nicht verstanden. Lokal handeln - Global denken, wer für die Agenda 21 gestritten hat, wird globale Probleme zum Thema machen". |
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| Der Bundesumweltminister steht zu seiner Partei hinsichtlich des Energiesparens, indem man Energie teurer macht.
"In 12 Monaten ist der Benzinverbrauch in Deutschland um 5% zurückgegangen. Auch im Bereich des Verkehrs muss etwas passieren, solange Transportkosten nicht ausreichend zu Buche schlagen." Als Beispiel nannte er die Ferkelzucht, bei der Ferkel kreuz und quer durch Europa reisen, um dann irgendwo als "Parmaschinken" zu enden, oder den Yogurtbecher, der durch die halbe Welt gefahren wird, bevor er bei seinem Endverbraucher landet. Das ist nur möglich, solange Transport und Lagerhaltung faktisch nichts kosten, eine sogenannte "Lagerhaltung zum Nulltarif" (just in time Logistik). "Wir sind auch die erste Fraktion, bei der die Investitionen für die Bahn die der Straße übersteigen." |
![]() Jürgen Trittin plädiert für die Reduzierung von Transportwegen |
![]() Atomkraftgegner fordern den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie |
Unter dem "Getöse" einer Zuschauergruppe folgte das Thema Energiepolitik.
Der Ausstieg aus der Atomenergie 32 Jahre nach Inbetriebnahme von Atomanlagen ist einmalig auf der Welt. Gegen die Sprüche von Zuschauern wie "Konsens ist Nonsens", verwehrt er sich leidenschaftlich. Mit einem Dissens (Widerstreit) werden wir nicht 120 Castoren schicken, sondern 300-400! Dieser "schwierige Kompromiß hat bisher weltweit zu den kürzesten Ausstieggsmöglichkeiten geführt. "Der Minister nennt auch die Vorteile der neuen Energieprogramme der Bundesregierung, wie das "100.000 Dächer Programm" oder die "Biomasseverordnung". "Energieförderprogramme haben dazu geführt, dass die Deutschen mittlerweile gezielt umrüsten. |
| Als polemische und persönliche Angriffe aus dem Publikum gegen ihn kommen wie: "Wer grün ist und alt wird kriegt ein braunes Herz", verliert er die Fassung und redet "Klartext".
"Wir Grünen haben uns als erste gegen die Rechten eingesetzt und du hältst jetzt entweder dein Maul oder du gehst raus." Auch zum Thema "Bleiberecht" hat er entsprechende Antworten und Beispiele parat. "Mehr als eine Million (ausländische) Jugendliche haben jetzt durch "Rot-Grün" die Deutsche Staatsangehörigkeit. |
![]() Auf Angriffe des Publikums, die unter die Gürtellienie gehen, setzt sich Jürgen Trittin energisch zu Wehr |
![]() Der Energiesparer erinnert an Daniel Düsentrieb |
Auch das neue Gesetz zur Gleichstellung homosexueller Paare sieht er als wichtigen Erfolg rot-grüner Zusammenarbeit.
Die belächelten "Daniel Düsentriebs" der Energiewende beschäftigen heute bereits 3000 Leute und bis zum Jahr 2010 wird sich der Anteil erneuerbarer Energien um mindestens 12 % steigern. Ein Ergebnis, dass sich auch hinsichtlich der Schaffung von Arbeitsplätzen rechnet. Für ihn zeigt sich dadurch, dass die Menschen in diesem Lande an sich schon vielfach weiter sind, als die Politik, da sie begriffen haben, was es heißt Energie zu sparen. Er spart hierbei auch nicht an Kritik an Institutionen, Verwaltungen und Landesregierung, die teilweise noch ein "Energiesparen" wie vor 60 Jahren betreiben. |
| Dann zur Kommunalwahl: Andreas Meihsies, Fraktionsführer der Grünen im Lüneburger Stadtrat hatte bereits bei der Begrüßung seine FraktionskollegInnen in Rat vorgestellt und dazu aufgerufen, bei der Kommunalwahl in Stadt und Landkreis die entscheidenden Weichen zu stellen. | |
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Meihsies untermauerte seine Position an Hand zahlreicher Negativbeispiele der CDU/SPD-Mehrheitsfraktion im Rat und nannte Erfolge der "grünen" Ratsarbeit.
Sein agiler Parteifreund Trittin unterstützte ihn bei der Forderung nach der grundsätzlichen Alternative gegen eine "faktische" große Koalition. "Gehen Sie am 9. September zur Wahl und setzen Sie auf "die treibende Kraft" grüner Kommunalpolitik!"
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![]() Oberbürgermeisterkandidat der Grünen in Lüneburg Andreas Meihsies und Bundesumweltminister Jürgen Trittin im Shooters |
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