Oktober 2003

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1. Lüneburger Sülfmeistertage

03. bis 12. Oktober 2003

DAS GROSSE SPEKTAKEL RUND UM DAS SALZ

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1. Lüneburger Sülfmeistertage
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Eröffnungsveranstaltung
am 03. Oktober 2003
 
Nun sind sie eröffnet, die 1. Lüneburger Sülfmeistertage.
Das große Spektakel rund um das Salz hat begonnen.

"Wir stehen an einem historischen Ort hier, am alten Kaufhaus und am alten Kran " bemerkte Ulrich Mädge, Oberbürgermeister der Stadt Lüneburg, der die "Sülfmeistertage" am 03. Oktober 2003 eröffnete.

Zur Einstimmung auf die großen Wettspiele zur Ermittlung des neuen Sülfmeisters und dem großen Festumzug am nächsten Wochenende findet dieses Wochenende der Hafenmarkt rund um den Alten Kran am Stintmarkt statt:

Buntes Markttreiben, Buden mit allerlei Köstlichkeiten und alles rund um das Thema Salz wird geboten. Weiterhin gibt es ein buntes Bühnenprogramm mit Musik, Tanz, Theater, Kleinkunst u.v.m. Ab 19.00 Uhr spielt an allen drei Tagen eine Lüneburger Band. (Weitere Infos zum Programm vom 03.-12.10.03)

Oberbürgermeister Ulrich Mädge und Geschäftsführer der Lüneburg Marketing GmbH, Dr. Jan Peter Halves
Oberbürgermeister Ulrich Mädge und Geschäftsführer der Lüneburg Marketing GmbH, Dr. Jan Peter Halves
Zur Eröffnung wurde der Alte Kran durch den ALA (Arbeitskreis Lüneburger Altstadt) bewegt. Seit dreißig Jahren setzt sich der ALA für die Revitalisierung der Altstadt ein. Ihm ist es auch zu verdanken, dass der 1797 errichtete Lüneburger Kran, der einzige seiner Art in Deutschland ist, der im Originalzustand noch funktioniert.
Der Lüneburger Kran ist der einzige seiner Art in Deutschland, der im Originalzustand noch funktioniert.
Der Lüneburger Kran ist der einzige seiner Art in Deutschland, der im Originalzustand noch funktioniert
Die Lüneburg Marketing GmbH organisierte das historische Fest, das nur möglich wurde, da die Stadt Lüneburg beim Landeswettbewerb "Ab in die Mitte - Die City-Offensive Niedersachsen" am 2. Dezember 2002, einen von 17 Preisen gewonnen hat.

Für die Ausrichtung der Sülfmeistertage vom 3. bis zum 12. Oktober 2003 bekam die Stadt 60.000 Euro Zuschuss. Zusätzlich standen zur Durchführung der Sülfmeistertage noch 70.000 Euro zur Verfügung, die durch Sponsoring Lüneburger Betriebe eingegangen sind.

Dr. Jan Peter Halves, Geschäftsführer der Lüneburg Marketing GmbH bedankte sich bei allen Sponsoren und insbesondere auch bei den ehrenamtlichen Mitstreitern, ohne die das Fest nicht in dem Umfang und der Vielfalt stattfinden könnte. Allein beim Festumzug nächsten Sonntag werden über 90 Gruppen dabei sein.

Obwohl wir in Lüneburg schon so viele Feste feiern, hält OB Ulrich Mädge die Sülfmeistertage für sinnvoll, da sie im Kontext mit der Niedersächsischen Kampagne "Ab in die Mitte" stehen. "Ab in die Mitte" heißt die Innenstädte stärken.
"Für die Zukunft Niedersachsens sind die nachhaltige Entwicklung der Ortszentren und der Erhalt ihrer Lebensfähigkeit eine dringende Herausforderung. Unsere Innenstädte sind Lebensraum, Wirtschaftsraum und Kulturgut zugleich, deren Erhaltung und Förderung im Interesse aller gesellschaftlichen Gruppen liegt."
(aus: www.abindiemitte-niedersachsen.de/Idee/idee.html)
Der amtierende Sülfmeister Herr Mietzner bringt uns bei der Eröffnungsveranstaltung die "Salz-Geschichte" Lüneburgs etwas näher.

Gekleidet mit einer "Sülfmeister-Tracht" aus dem 15.- 16. Jahrhundert (geschneidert von Frau Kahle, die auch viele weitere Kostüme aus der Zeit der Renaissance anfertigte), erläuterte er, dass im frühen Mittelalter "alles" dem Landesfürsten gehörte.

Da der Fürst sich die kostspielige Hofhaltung nicht mehr leisten konnte, verkaufte und verpachtete er die Siedepfannen bzw. die Siederechte. So erhielten einige Lüneburger Familien viel Geld aus dem Geschäft mit dem Salz. Der Gegenwert von 1 Pfund Salz entsprach dem einer Kuh. Im Übrigen hieß alles was mit Salz zu tun hatte "Sülf".

Der amtierende Sülfmeister Herr Mietzner
Der amtierende Sülfmeister Herr Mietzner
In den Jahren 1229 - 1273:
Die Lüneburger Saline geht vom Landesherrn schrittweise über an die Sülzbegüterten, vornehmlich infolge der Politik der für den Sülzbetrieb ausschlaggebenden Sülfmeister (Salzsieder), die bald Lüneburgs Patriziat bilden. Spätestens seit 1262 umfaßt die Saline 54 Siedehütten mit 216 Siedepfannen. (Auszug aus www.lueneburger-geschichte.de - Rubrik Stadtgeschichte)
Motiv vom Kopefest 1939
Fotograph: Josef Makovec
Motiv vom Kopefest 1939
Am nächsten Sonntag wird Herr Mietzner sein Amt als Sülfmeister los. Das Kopefest, das vom 10. bis 12. Oktober auf dem Platz Am Sande stattfindet, hat eine jahrhundert alte Tradition:

"Die Veranstaltung der Kopefahrt ist eng mit den Lüneburger Sülfmeistern und damit dem Patriziat verbunden. Die Kopefahrt, etwa zur Mitte des 15. Jahrhunderts eingeführt, entwickelte sich zu einer Art Volksfest, an der alle Bevölkerungskreise der Stadt Anteil hatten.

Im Zentrum des Geschehens stand die Kope (von mittelniederdeutsch kupe, "rundes Gefäß"; vgl. "Küfer" = Böttcher), ein großes hölzernes Faß, das Gegenstand einer Mut- und Geschicklichkeitsprobe wurde.".

(Auszug aus www.museum-lueneburg.de/objekte/2003/kopefahrt.html
- Rubrik "Objekt des Monats": Festzug der Kopefahrt von 1629)
 
Während des Hafenfestes zu den 1. Lüneburger Sülfmeistertagen können sich die Besucher über einen detailliert erarbeiteten Vorschlag zur Sanierung des Wasserviertels informieren.

Der oben bereits erwähnte Arbeitskreis Lüneburger Altstadt hat einen Diskussionsbeitrag zum Sanierungsgebiet Wasser-Viertel erarbeitet.

Es ist ein Vorschlag zur Belebung des Hafens.
mehr Info...

Historisches Photo vom Alten Hafen
Historisches Photo vom Alten Hafen
(hr - 03. Oktober 2003)
 
 
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