Perspektive Medienkompetenz
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![]() Von links nach rechts: OB Ulrich Mädge, Karl-Heinz Stubbe, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Lüneburg Kultusministerin Renate Jürgens-Pieper und Landrat Fietz |
Die Sparkassenstiftung "Neue Technologien in Schulen" ist in ihrem Umfang einzigartig und soll landesweit ein Beispiel geben.
Kultusministerin und stellvertretende Vorsitzende des Vereins "n-21: Schulen in Niedersachsen online", Renate Jürgens-Pieper überreichte der Stiftung die Mitgliedsurkunde des Vereins "n-21" im "Cinestar" in Lüneburg. "Mit der Gründung der Sparkassenstiftung haben die Verantwortlichen in Stadt und Landkreis Lüneburg eine Initiative zur Unterstützung und Förderung ihrer Schulen gestartet, von der wir nur hoffen können, dass dieses "Lüneburger Modell" auch anderswo in Niedersachsen Schule macht. |
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Nur mit solchem beispielhaften Engagement werden wir die gewaltige Herausforderung der Integration neuer Medien in der Schule bewältigen."
Die Ministerin sieht den neuen Begriff der "Kulturtechnik Internet" nicht als Gegensatz zu den klassischen Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen, sondern als "Chance". | |
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Internet und Multimedia erweitern und verändern die Lese- und Schreibmöglichkeit, so wie der Computer als Rechner die Kulturtechnik des Rechnens auf eine neue technische Basis gestellt hat. Hier wird nichts ersetzt oder verdrängt, sondern Kommunikationsmöglichkeiten werden ausdifferenziert und erweitert. Man muss nicht zuerst Lesen und Schreiben lernen, sondern kann Computer und Internet - neben anderen Medien auch beim Erlernen von Lesen und Schreiben hervorragend einsetzen. |
![]() Kultusministerin Renate Jürgens-Pieper |
| Die alten Kulturtechniken bekommen eine neue Wertung und Bedeutung. Der Empfang eines handschriftlichen Briefes wird im Zeitalter von E-mail und Laptop wieder zum besonderen Ereignis!"
Landrat Franz Fietz informierte über die Stiftung und betonte noch einmal den gegebenen Handlungsbedarf. " Wir sind verpflichtet, junge Menschen auf die Anforderungen der modernen Informationsgesellschaft vorzubereiten. Alle Schüler aller Schulformen müssen die gleichen Chancen haben. | |
![]() Landrat Franz Fietz |
Die drei Säulen, die Stadt, der Landkreis und die Sparkasse, verstärkt durch den Bürgerbereich, bündeln die Kräfte für diese Region," so Fietz.
Die im Jahr 2000 gegründete Stiftung wird im Zeitraum von ca. 3 Jahren zwei Millionen Mark für die Unterstützung des Lernens am und mit dem Computer aufwenden. Im Landkreis Lüneburg werden somit bald alle Schulen mit PCs ausgestattet sein (zwei Schulen haben bereits im Dezember 2000 einem Klassensatz, 15 PCs plus den notwendigen Gerätschaften, und dem Softwarepaket Windows 2000, Office 2000 erhalten). |
| Die "digitale Spaltung" unserer Gesellschaft verhindern | |
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Renate Jürgens Pieper beklagte auch vorhandene Ungleichgewichte und die Ausgrenzung von möglichen Internetnutzern hinsichtlich von Bildung und Einkommen.
Von Ausgrenzung bedroht wären z.B. Personen mit geringer Schulbildung, Arbeitslose, Senioren, Frauen und BewohnerInnen ländlicher Regionen, da es noch starke Unterschiede in der Internetnutzung zwischen Stadt und Land gibt. Ihrer Meinung nach drohen den Nichtvernetzten sogenannte "Ausgrenzungsschäden". "Die "digitale Spaltung" unserer Gesellschaft aufgrund von Ausbildung, Einkommen, Alter, Geschlecht und Wohngebiet stellt die Chancengleichheit jedes Einzelnen im Hinblick auf das Leben, Lernen und Arbeiten in der zukünftigen Informationsgesellschaft Deutschland in Frage," mahnte die Ministerin. Frau Jürgens-Pieper dankte den Initiatoren der Lüneburger Stiftung, Landrat Franz Fietz, Oberbürgermeister Ulrich Mädge und Karl-Heinz Stubbe vom Vorstand der Stiftung der Sparkasse Lüneburg für ihr Engagement zugunsten der Lüneburger Schülerinnen und Schüler. Karl-Heinz Stubbe freute sich über die landesweite Beachtung des Projektes und hat die Hoffnung, weitere Sponsoren dazugewinnen zu können. "In der Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Landkreis Lüneburg wurden Kräfte gebündelt , um Aufbruchstimmung zu erzeugen.
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| Wilhelm-Raabe-Schule bewirbt sich für das Aktionsprogramm n-21: Schulen in Niedersachsen oneline | |
| Für Kultusministerin Renate Jürgens-Pieper ist das Internet der Weg, nicht das Ziel." Die Jugendlichen müssen in der Schule lernen, wie man Multimedia und Internet sinnvoll nutzt, um sich Informationen zu beschaffen, Informationen auszuwerten und zu bearbeiten, wie man im Netz kommuniziert und kooperiert. Die Nutzung von Multimedia und Internet muss in den Fachunterricht integriert und zu einer selbstverständlichen Erweiterung bisheriger Unterrichtsformen werden." | |
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Eines der ältesten Lüneburger Gymnasien, die Wilhelm-Raabe-Schule, die jeweils zu 50% von SchülerInnen aus der Stadt und dem Landkreis besucht wird, hat neben anderen Schulen einen Förderantrag an "n-21" gestellt.
Nach Aussage von Thomas Geise (Fachbereich EDV) wird die Schule als technische Ausstattung insgesamt 30 Computer mit der dazugehörigen Software anschaffen. |
![]() Thomas Geise mit Schülern |
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Die bisherigen Rechner werden in Gruppen in der Schule verteilt und sind für alle SchülerInnen über Passwort zur Arbeit in Freistunden zugänglich. Etwa 10 Räume sollen gegebenenfalls eine Glasfaservernetzung erhalten, um von einem zentralen Server aus Daten und Programme abrufen zu können. Als "Besonderheit" ist die zum Gymnasium dazugehörige Schülerfirma "RaabeSoft" in das Medienkonzept eingespannt. Angesichts der Kenntnisse der hierbei beteiligten "FirmenmitarbeiterInnen" in den Bereichen Video-und CD-Produktion sollen die SchülerInnen auf Anforderung Multimedia-Materialien für den Fachunterricht erstellen.
Auf die Frage nach den Chancen der Schulen auf Fördergelder aus Hannover antwortet Thomas Geise; Lehrer der Wilhelm-Raabe Schule und Vorsitzender des Stiftungsbeirates: "Stadt und Landkreis haben zusammen mit der Sparkasse gute Vorarbeit geleistet; die Sparkassenstiftung gilt hier als landesweites Modelprojekt. Wir haben für die Stiftung bereits eigene Ausstattungsrichtlinien, sowie ein Lehrerfortbildungskonzept unter Einbeziehung örtlicher Bildungsträger wie die VHS erstellt; und dieses alles in Absprache mit den Schulen." Ein weiterer Eckpunkt für den erhofften Erfolg war die Beratung der Schulen bei der Bearbeitung der Anträge. Manfred Koplin vom Schulamt der Stadt Lüneburg: " Unter anderem haben wir sogar ein Ingenieursbüro herangezogen, um die Schulen im Hinblick auf den neuesten technischen Stand einer möglichen Glasfaservernetzung zu beraten. Langfristig planen wir einen eigenen städtischen Bildungsserver, auf dem alle Schulen Unterrichtsmaterialien ablegen oder abrufen können."
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| Weitere Informationen unter www.n-21.de | |
| Schulen in Niedersachsen online Prinzenstr. 23 30159 Hannover Tel: 0511/35366211 | |
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