"Bündelung der Kräfte"
für die wettbewerbsfähige Region

3. RITTS-Zukunftskonferenz in Lüneburg
3. RITTS-Zukunftskonferenz in der Ritterakademie Lüneburg
3. RITTS-Zukunftskonferenz in der Ritterakademie Lüneburg
Mit seinem Ausspruch,"der neue Stil der Kooperation, die Bündelung der Kräfte hat diese Region sichtbar nach vorn gebracht," unterstrich der Niedersächsische Minister für Bundes-und Europaangelegenheiten, Wolfgang Senff, den seiner Ansicht nach sogar "modellhaften" "Strategie Aktionsplan" von RITTS Lüneburg auf der 3.RITTS-Zukunftskonferenz in der Ritterakademie in Lüneburg.
Bei der Regionalen Innovations-und Technologie Transfer Strategie = RITTS, handelt es sich um ein Projekt mit dem Ziel, die Innovations-und Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittelgroßen Unternehmen, den "KMU", nachhaltig zu verbessern.

Der Minister bestätigte, dass gerade die kleinen und mittleren Unternehmen in der Europäischen Union die wichtigsten Motoren sind, für wirtschaftliches Wachstum und für die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Somit ist es erforderlich, dass sich die Politik auf allen Ebenen in Europa, aber auch in den Regionen selbst, darauf konzentriert, Bedingungen und Strukturen zu schaffen, welche die Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen auf Dauer stärken.

Bildung, Know-How, Wissen und Wissensmanagement haben die entscheidende Bedeutung für den zukünftigen Wohlstand. Wer jedoch in Zukunft nicht in der Lage ist, sich das notwendige Managementwissen zu beschaffen und effektiv zu nutzen, wird keinen Erfolg haben und scheitern.

Wolfgang Senff, Niedersächsischer Minister für Bundes-und Europaangelegenheiten
Wolfgang Senff, Niedersächsischer Minister für Bundes-und Europaangelegenheiten
In diesem Zusammenhang muss auch die Innovationsfähigkeit von staatlichen und kommunalen Stellen gesteigert werden. Die vorhandenen Förderprogramme für die kleinen und mittleren Unternehmen werden derzeit nur zögerlich angenommen (In 5 Jahren ca. 9 % der KMU im Europäischen Wirtschaftsraum).

Bisher stellt die Informationsbeschaffung nach wie vor das größte Hindernis dar. Informationsbeschaffung, zu komplizierte Antragsverfahren und hohe Verwaltungsanforderungen an die KMU führen immer wieder dazu, an den eigens für diese Unternehmen aufgelegten Förderprogrammen nicht teilzunehmen. Folglich müssen Verwaltungen ihre eigene Rolle kritisch überdenken und z.B. mit den Kammern neue Formen der Kooperation anstreben.

Wolfgang Senff und Ulrike Wolff-Gebhardt, Regierungspräsidentin Bezirksregierung Lüneburg
Wolfgang Senff und Ulrike Wolff-Gebhardt, Regierungspräsidentin Bezirksregierung Lüneburg
Wolfgang Senff hat bereits die Entwicklung eines arbeitsteiligen und spezialisierten Fördernetzwerkes in Auftrag gegeben, welches unter Berücksichtigung von regionalen Besonderheiten vorhandene Kompetenz zusammenfassen und zur Optimierung der Beratungsstruktur beitragen soll.

"Was in diesem Sinne jedoch bereits im Regierungsbezirk und hier in Lüneburg geleistet wurde, ist einfach beispielhaft und sehr anerkennenswert. Ich werde diese Anregungen aufnehmen und an die Politik in Hannover herantragen, u.a. auch als Möglichkeit eigene Handlungsstrategien zu optimieren", so der Minister.

 

Die Verbesserung des Innovationsklimas
kann durch "kleine" Einzelschritte erreicht werden!

Jens Petersen, Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg und Norbert Bünten, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Lüneburg-Stade, erläuterten die Möglichkeiten beim Aufbau eines Innovationsnetzwerkes und bei der Durchführung einer Innovationskampagne.
"Die Verbesserung des Innovationsklimas kann durch viele kleine Einzelschritte erreicht werden!"

Mit dieser Aussage verdeutlicht der Leiter des RITTS- Lenkungsausschusses, Jens Petersen die positiven Auswirkungen der Qualität von Interaktion und Zusammenarbeit aller Akteure auf allen Ebenen des Projekts.

Zur Verbesserung der Abstimmung und Zusammenarbeit wurden die Diskussionen in den Gruppen frei von regionalem "Kirchturmdenken" geführt und der Prozess des Miteinanders durch RITTS weitgehend optimiert.

Norbert Bünten, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Lüneburg-Stade und Jens Petersen, Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg
Norbert Bünten, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Lüneburg-Stade und
Jens Petersen, Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg
Regierungspräsidentin Ulrike Wolff-Gebhardt und Regierungsvizepräsidentin Elke Sellmann verdeutlichten in ihren Beiträgen auch die Arbeitsschwerpunkte der RITTS-Strategie.

Entstanden sind hierbei 2 übergreifende Leitprojekte, 10 themenspezifische Leitprojekte, 12 themenspezifische Projekte der 1. Kategorie und 7 themenspezifische Projekte der 2.Kategorie.
In den Leitprojekten sind klar bestimmte Träger für das Einzelprojekt vorhanden, die die Verantwortung für die Durchführung der Projekte übernommen und z.T. schon mit ihrer Bearbeitung begonnen haben.

Ulrike Wolff-Gebhardt, Regierungspräsidentin
Ulrike Wolff-Gebhardt, Regierungspräsidentin
Bei Projekten der 1. und 2. Kategorie sind noch Vorbereitungsmaßnahmen notwendig.

Alle 31 Projekte mit den Schwerpunkten: Existenzgründung, Informations-, Kommunikations-und Umwelttechnologien, Osteuropa, Landwirtschaft und Ernährungswirtschaft bilden die Grundlage des Regionalen Aktionsplans, der jetzt den Handlungsrahmen für die Weiterführung von RITTS Lüneburg bereithält.

Frau Sellmann lobte zwar die hohe Lebensqualität und den Erholungswert (durch die vielfältige Landschaft) im Regierungsbezirk, verwies jedoch auch auf das vorhandene niedrige Qualifikationsniveau, dass zwingenden Handlungsbedarf vorschreibt.

Unter den Stichworten: Professionalität, Transparenz, Kommunikation, Kooperation, Vernetzung, Innovationsklima und Image werden die Bereiche angeschnitten, die über RITTS verbessert werden sollen.

Der RITTS-Prozess zeichnet sich dadurch aus, dass er nicht statisch ist, sondern kontinuierlich weiterläuft. Dazu findet jährlich eine Zukunftskonferenz statt, um Fortschritte und Ergebnisse der Projekte darzustellen und um Bilanz zu ziehen.

Das Interesse an den Projekten, aber auch der Wunsch nach "konkreter Umsetzung" des RITTS-Strategie Aktionsplans zeigte während der Diskussion z.B. die Anfragen des Vertreters des Landkreises Lüneburg, Dipl.Ing. Detlef Paschen von der Stabsstelle Kreisentwicklung, nach der konkreten Einbindung der Agenda 21 in die RITTS-Strategie und nach einer Projektplanung hinsichtlich des "Faktors" Biosphärenreservat Elbetal!?

Kontakte: www.ritts-lueneburg.de

Elke Sellmann, Regierungsvizepräsidentin
Elke Sellmann, Regierungsvizepräsidentin
 

Auto"bahn frei" für die A 26

Regierungspräsidentin Ulrike Wolf-Gebhardt konnte ihre Freude nicht mehr verbergen.
Mitten im Vortrag von Regierungsvizepräsidentin Elke Sellmann ergriff sie das Mikrophon, um das Urteil des OVG Lüneburgs bezüglich des Baustopps für die Autobahn A 26 zu verkünden.

Nachdem im Vorwege alle Beweisanträge der Gegner vom 7.Senat des Oberverwaltungsgerichtes Lüneburg abgelehnt worden sind, wurde mit der letzten Entscheidung des OVG auch der Baustopp entgültig aufgehoben.

Besonders erfreulich ist dieses Urteil, welches keine Revision zuläßt, für die Stadt Stade, die sich für die Ansiedlung des BMW-Werkes beworben hat und durch den Ausbau der A 26 ihre Chancen noch erheblich verbessern kann.

Auch die Bundesregierung hat nach Aussage von Frau Wolff-Gebhardt aus den Investitionsprogramm bis zum Jahr 2003 rd. 136 Millionen Mark für den Fernstraßenbau im Regierungsbezirk Lüneburg bereitgestellt.

Ulrike Wolff-Gebhardt, Regierungspräsidentin
Ulrike Wolff-Gebhardt, Regierungspräsidentin
Hierdurch kann bereits in diesem Jahr mit dem Weiterbau der A 26 und dem Bau der Ortsumgehung Dahlenburg begonnen werden. Auch der Anschluß der B 404 an die A 250 ist nunmehr sichergestellt und die Fertigstellung kann im nächsten Jahr erfolgen. Gleiches gilt für die Ortsumgehung Uelzen im Zuge der B 4. Die Planungen für die Ortsumgehung von Celle werden weiter fortgeführt...
18.01.2001
 
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