Februar 2003

Aktuelles aus Lüneburg   

        [Archiv]     [Veranstaltungen] Startseite Luene-Info Lüneburg
 

CDU siegt in Lüneburg auf ganzer Linie
Stimmen zur Wahl

Lüneburg. Durchmarsch auf der ganzen Linie für die Christdemokraten. Die CDU hat im Wahlkreis Lüneburg/Adendorf sowohl beim Direktmandant als auch bei den Zweitstimmen klar die Nase vorne. Bernd Althusmann holte das Direktmandat mit 45 Prozent der Stimmen. Andrea Schröder-Ehlers von der SPD kam auf 38,3 Prozent der Stimmen.

Bei den Zweitstimmen holte die CDU 41,9 Prozent, die SPD kam auf 32,9 Prozent. Unterm Strich bleibt: Die Sozialdemokraten in Lüneburg haben in einer ihrer langjährigen Hochburgen schwere Verluste hinnehmen müssen. Denn noch bei der Wahl 1998 kam die SPD auf 46,3 Prozent und die CDU landete bei 31 Prozent. Das Direktmandat ging 1998 mit 46,7 Prozent an Uwe Inselmann von der SPD, Bernd Althusmann kam damals auf 33,85 Prozent.

Die Grünen kamen jetzt auf 14,9 Prozent, ihr Direktkandidat Andreas Meihsies kam auf 10,8 Prozent. Zwar hatte er vor fünf Jahren noch 13,2 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen können. Doch diesmal hatte er mit Listenplatz 12 eine gute Startposition. Aufgrund des Landesergebnisses der Grünen wird er neben Bernd Althusmann als zweiter Lüneburger im nächsten Landtag sitzen. Andrea Schröder-Ehlers von der SPD war nicht über einen Listenplatz abgesichert.

Gut geschlagen hat sich auch die FDP: Sie kam in Lüneburg/Adendorf auf sieben Prozent, Direktkandidat Marco Swibenko erhielt 3,1 Prozent der Stimmen.

Die Wahlbeteiligung in Lüneburg lag bei 65,4 Prozent und damit deutlich unter der Beteiligung bei der Landtagswahl 1998, damals waren es 70,1 Prozent.


Stimmen zur Wahl:

Bernd Althusmann war sichtlich gerührt, als er gegen 19.30 Uhr zur Wahlparty der CDU im ,,Al Capone" eintraf und es für ihn stehende Ovationen von den Parteifreunden gab: ,,Für diesen Moment habe ich neun Jahre hart gearbeitet. Ich habe im Vergleich zur letzten Wahl fast 13 Prozent gewonnen, das ist wunderbar. Den ersten Hochrechnungen habe ich regelrecht entgegengefiebert." Denn Lüneburg sei eine SPD-Hochburg gewesen. Und weil Adendorf, ebenfalls eine SPD-Domäne, bei dieser Wahl auch zum Wahlkreis gehörte, habe das die Sache für ihn noch schwieriger gemacht. Natürlich, so Althusmann, habe er auch vom bundesweiten Stimmungswechsel zur Gunsten der CDU profitiert. Mit diesem Wahlergebnis sei jetzt für ihn in der CDU-Fraktion in Hannover ,,alles drin". Sein Wunsch: Finanzen, Verwaltungsreform und Bildung als Arbeitsschwerpunkte.

Andrea Schröder-Ehlers, Direktkandidatin der SPD: ,,Ich hätte mir gewünscht, dass die Wahl für die SPD in Lüneburg knapper ausfällt." Aber für die kurze Zeit, die ihr geblieben sei, sei das Ergebnis in Ordnung. Schröder-Ehlers war erst wenige Wochen vor der Wahl für den überraschend verstorbenen Uwe Inselmann in den Wahlkampf gezogen. Der Hauptgrund für das schlechte Abschneiden der SPD liege nicht in der Arbeit der Sozialdemokraten in Lüneburg, sondern in der Bundespolitik. Die Wähler haben der rot-grünen Bundesregierung ein schlechtes Zeugnis ausgestellt.

Andreas Meihsies, Grüne, zieht über die Liste in den Landtag ein: ,,Ich bin mit dem Wahlausgang für die Grünen vollauf zufrieden. Ein tolles Ergebnis. Für mich wird ein Traum wahr, dafür habe ich viele Jahre in der Kommunalpolitik gekämpft. Jetzt heißt es, Andreas, pack die Koffer, es geht nach Hannover. Wir Grünen haben in Niedersachsen deutlich gezeigt, dass wir realistische Politik wollen, aber auch Visionen haben. Das haben die Wähler honoriert. Ich möchte mich für die Bereiche Soziales und Gesundheit in Hannover engagieren."

Marco Swibenko von der FDP: ,,Ich bin fasziniert, das hat sich für uns gelohnt, ich hatte gewettet, wir liegen bei 6,2 Prozent und jetzt das. Der Wahlkampf hat mir riesig Spaß gemacht. Natürlich bin ich mit Listenplatz 56 nicht im Landtag, aber ich würde wieder antreten." Kreisvorsitzender Jens-Peter Hecht: ,,Wir von der FDP haben erreicht, was wir wollten. Die frühe Koalitionsaussage zu Gunsten der CDU war richtig, das haben wir bei der Bundestagswahl versäumt. Aber jetzt bei der Landtagswahl, das ist ein toller Erfolg."


Bernd Althusmann (CDU) hat mit 45 Prozent den Wahlkreis Lüneburg/Adendorf direkt gewonnen. Andrea Schröder-Ehlers (SPD) kam auf 38,3 %.
Auch bei den Zweitstimmen hatte die CDU die Nase vorne.



(sp/Stadt Lüneburg)
03.02.03

 
[zurück]  [nach oben]  [Archiv]  [Startseite]