"Was man kennt, das schützt man"...
150 Jahre Naturwissenschaftlicher Verein

In seiner Rede zur Festveranstaltung "150 Jahre Naturwissenschaftlicher Verein für das Fürstentum Lüneburg von 1851 e.V.", in der Ritterakademie in Lüneburg, legte der 1.Vorsitzende des Vereins, Dr. Johannes Prüter den Schwerpunkt auf die Bildungsaufgaben im Naturschutz.

Dr. Prüter, Stellv. Direktor der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz, lobte wie der Vizepräsident der Universität Lüneburg, Prof. Dr. Joachim Heilmann die Kooperation der Akademie, des Vereins und Naturmuseums mit der Universität Lüneburg.
Foto:H.-J. Boldt
Staatssekretär Dr. Uwe Reinhardt, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Dr. Johannes Prüter, 1.Vorsitzender Naturwissenschaftlicher Verein Lüneburg (v.l.)
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Die effiziente Nutzung von Ressourcen zur gegenseitigen fachlichen Ergänzung dient der Unterstützung bei den Aufgaben der Fortbildung und Lehre.

Das Lüneburger Naturmuseum als Praktikumsstätte für StudentInnen der Fachbereiche Kultur- und Umweltwissenschaften und die daraus resultierenden Fachbeiträge in den Jahrbüchern des Naturwissenschaftlichen Vereins stehen exemplarisch für den Wert der Bildungsangebote von Museum und Verein.

Prof. Dr. Heilmann und Oberbürgermeister Ulrich Mädge nahmen Bezug auf das Gründungsjahr (1851) des Vereins. "Nur drei Jahre nach den "Unruhejahr 1848", durften 28 Leute diesen Verein schon gründen," so Heilmann.
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Henry Makowski, Kretschmar, Prof. Heilmann Vizepräsident Universität Lüneburg, Oberbürgermeister Ulrich Mädge, Reiner Faulhaber, Prof. Dr. Kurt Horst, 2. Vors. Naturwiss. Verein, Peter Kröpke, Dr. Johaanes Prüter, 1. Vorsitzender Naturwiss. Verein (v.l.)
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Der Gründungsbestand, die erste naturwissenschaftliche Sammlung stammte aus dem "Naturalienkabinett" der Ritterakademie, in der auch die Festveranstaltung stattfand.

Mädge lobte die Initiative der Vereinsmitglieder und des Museumsdirektors, Prof. Dr. Kurt Horst, die dieses Museum zu einem der interessantesten Museen der Region gemacht haben.

Mit seiner Aussage, "das enorme Pensum von Austellungen, Matineen, Vorträgen, Führungen, Kolloquien, Excursionen, Studienreisen und der Museumsnacht zeugen von hohem Idealismus, der auch von der Stadt Lüneburg als Träger gewürdigt wird," unterstrich OB Mädge diese Leistungen und wurde gleichzeitig Mitglied des Vereins!

Staatssekretär Dr.Uwe Reinhardt vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Hannover, hielt den Festvortrag "Zur aktuellen Bedeutung naturwissenschaftlicher Regionalforschung und- bildung in Niedersachsen".

Anhand von Thesen erläuterte er die Perspektiven von Regionalforschung und -bildung. -Naturwissenschaftliche Bildung ist ein Gebot der Demokratie! Seiner Meinung nach fehlen vielen Menschen die Grundlagen naturwissenschaftlicher Bildung.

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Festvortrag Staatssekretär Dr. Uwe Reinhardt, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
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Ob es um Gentechnik, Naturschutzgebiete oder das regionale Klima geht, nur wer (die Möglichkeit hat) grundlegende naturwissenschaftliche Zusammenhänge begreift, wird als "mündiger Bürger" mitreden und entscheiden können... -Nur wer die Natur kennt, wird bereit sein sie zu schützen!

Hierbei sind die Angebote des Naturwissenschaftlichen Vereins und des Naturmuseums wichtig, denn wer die Bedeutung des Wassers für unsere Zukunft im Museum verstanden hat, wird im täglichen Leben sorgsamer mit der "Ressource" Wasser umgehen. -Wer die eigene Umgebung begreift, kann die Welt verstehen - die Natur wird im eigenen Lebensumfeld am anschaulichsten!

Wer verstanden hat, woher Salz kommt und wie abhängig die Stadt Lüneburg jahrhundertelang davon war, wird die Abhängigkeit des Menschen von seinem Naturraum und die Veränderung dieses Raumes durch den Menschen im globalen Maßstab begreifen.

-Naturwissenschaftliche Bildung braucht Kooperationen! Heute sind vielfältige regionale Kooperationen notwendig, wie die Zusammenarbeit mit Schulen, über den "Lernort" Museum und die Anknüpfungspunkte an die Universität Lüneburg in der Museumspädagogik und Umweltbildung.

Mit Legenden und Streiflichtern aus der 150jährigen Geschichte schloß der Naturfilmer, Buchautor und Ehrenmitglied des Naturwissenschaftlichen Vereins, Henry Makowski vor ca. 300 Gästen humorvoll die Rednerliste der Festveranstaltung in der Ritterakademie am 31. März 2001.

Mit über 250 BesucherInnen war auch der Tag der offenen Tür am 1. April im Naturmuseum ein Erfolg für Museum und Verein. Museumsdirektor Prof. Dr. Kurt Horst zieht seinen Rückschluß aus der geschichtlichen Entwicklung des Naturwissenschaftlichen Vereins und des Naturmuseums. "Mit unserer Arbeit liegen wir voll im Trend, in Zukunft setzen wir auf weitere positive Entwicklungen!"
31.03.2001
 
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