| Mitten in der heißen letzten Woche des niedersächsischen
Wahlkampf melden sich die Studierenden zu Wort.
Sieben Studenten wollen mit einer Volksinitiative den
niedersächsischen Landtag dazu bringen, Studiengebühren
abzuschaffen und ein Teilzeitstudium einzuführen. Wenn sie
innerhalb eines Jahres 70.000 Unterschriften
zusammenbekommen, muß das Parlament sich mit ihrem Anliegen
beschäftigen. "Mit Langzeitgebühren und
Verwaltungskostenbeitrag werden die Studierenden bestraft,
obwohl sie für die schlechte Situation an den Hochschulen
keine Schuld tragen", so Caspar Heybl, Student an der Uni
Lüneburg. Das Teilzeitstudium soll es ermöglichen, Studium
und Job besser zu vereinbaren. Denn immerhin jeder Dritte
muß laute einer Studie des deutschen Studentenwerkes
arbeiten, um sich das Studium zu finanzieren. Und das ist
noch nicht alles: auch eine breite, öffentliche Diskussion
über die Zukunft unseres Bildungswesens fordern die
VertreterInnen. "Ein Kindergartenplatz muß teuer bezahlt
werden, obwohl die PISA-Studie betont, das Bildung nicht nur
früh, sondern auch frei verfügbar sein muß," ergänzt Maren
Lange, ebenfalls Studentin in Lüneburg. "Wir wollen, das
auch die Betroffenen, also z.B. Schüler, Eltern und
Studenten über ihre Bildung mitbestimmen können."
Der nächste Schritt ist jetzt die Suche nach
UnterstützerInnen, so z.B. das "niedersächsische Bündnis
gegen Langzeitgebühren", in dem Gewerkschaften,
Studentenwerke und Schülervertretungen zusammenarbeiten.
Für Informationen und Kontakte bieten die Begründer eine
Internetseite: Unter www.volksinitiative-gegen-studiengebuehren.de
sind weitere Informationen und natürlich die
Unterschriftenlisten zu finden.
(Allgemeiner Studierendenausschuss der Universität Lüneburg)
28.01.2003
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