Januar 2003

Aktuelles aus Lüneburg   

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Volksinitiative für gebührenfreie Bildung gestartet

Mitten in der heißen letzten Woche des niedersächsischen Wahlkampf melden sich die Studierenden zu Wort. Sieben Studenten wollen mit einer Volksinitiative den niedersächsischen Landtag dazu bringen, Studiengebühren abzuschaffen und ein Teilzeitstudium einzuführen. Wenn sie innerhalb eines Jahres 70.000 Unterschriften zusammenbekommen, muß das Parlament sich mit ihrem Anliegen beschäftigen.

"Mit Langzeitgebühren und Verwaltungskostenbeitrag werden die Studierenden bestraft, obwohl sie für die schlechte Situation an den Hochschulen keine Schuld tragen", so Caspar Heybl, Student an der Uni Lüneburg. Das Teilzeitstudium soll es ermöglichen, Studium und Job besser zu vereinbaren. Denn immerhin jeder Dritte muß laute einer Studie des deutschen Studentenwerkes arbeiten, um sich das Studium zu finanzieren.

Und das ist noch nicht alles: auch eine breite, öffentliche Diskussion über die Zukunft unseres Bildungswesens fordern die VertreterInnen. "Ein Kindergartenplatz muß teuer bezahlt werden, obwohl die PISA-Studie betont, das Bildung nicht nur früh, sondern auch frei verfügbar sein muß," ergänzt Maren Lange, ebenfalls Studentin in Lüneburg. "Wir wollen, das auch die Betroffenen, also z.B. Schüler, Eltern und Studenten über ihre Bildung mitbestimmen können."
Der nächste Schritt ist jetzt die Suche nach UnterstützerInnen, so z.B. das "niedersächsische Bündnis gegen Langzeitgebühren", in dem Gewerkschaften, Studentenwerke und Schülervertretungen zusammenarbeiten.

Für Informationen und Kontakte bieten die Begründer eine Internetseite:
Unter www.volksinitiative-gegen-studiengebuehren.de sind weitere Informationen und natürlich die Unterschriftenlisten zu finden.
(Allgemeiner Studierendenausschuss der Universität Lüneburg)
28.01.2003


 
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