Überschwemmungen in Bleckede

 
Land unter auf dem Hof von Familie Badekau
Land unter auf dem Hof von Familie Badekau
Während den ca. 5000 Einwohnern von Amt Neuhaus ein Riesenaufgebot von bis nahezu 10.000 Helfern zur Seite stand und deren Einsatz ständig in den Medien präsentiert wurde, versucht auf der anderen Elbseite die 10.000 Einwohner- starke Stadt Bleckede ihr Hochwasserproblem weitgehend allein in den Griff zu kriegen.

Im Ortsteil Altwendischtun und am Schützenplatz hat das Wasser bereits zahlreiche Wohnhäuser und Straßen erreicht.

 
Es hat mittlerweile den provisorischen Deich am Elbweg/ Wendischtuner Straße durchdrungen und sich weiter in Richtung des von Estorffs- Deichs ausgebreitet.

Auf der Wendischtuner Straße und der Straße nach Alt Garge standen bereits spielende Kinder mit ihren Fahrrädern bis zum Hals im Wasser, ein Junge mußte sogar aus dem schlammigen Wasser gerettet werden. Die Straße wurde abgesperrt und teilweise abgepumpt.

Das Wasser steht vor dem provisorischen Deich
Das Wasser steht vor dem provisorischen Deich
 
Das Wasser aus der Kanalisation drückt sich durch die Gullis
Das Wasser aus der Kanalisation drückt sich durch die Gullis
Man bewegt sich mit Booten zwischen Häusern, Höfen und Vorgärten. Bleckede hat mit 11,26 den höchsten Pegelstand in der gefährdeten Region, der an den über 13 m hohen Deich drückt.

Derzeit gibt es nicht nur das Qualmwasser in den Häusern, sondern auch Wasser aus der Kanalisation drückt durch die Gullys auf die Straßen.

Das gerade in Bleckede einer der hochmodernen Deiche bricht, ist eher unwahrscheinlich, die Gefahr des Durchweichens ist jedoch auch hier noch an etlichen Stellen gegeben.

 
Ebenfalls werden durch das Wasser Unrat, Benzin und Ölreste angespült (z.B. beim Kieswerk/Hafen). In dem sonst so idyllischen Bleckeder Vorort Altwendischtun riecht es jetzt stellenweise nach Diesel und es mußten bereits Ölsperren gelegt werden.

Die Bleckeder vertrauen jedoch auf ihre alten, noch erhaltenen Überflutungsflächen der Elbtalaue, harren einfach weiter aus und hoffen: Irgendwann wird sich auch dieses Hochwasser wieder zurückziehen.

Ölsperre
Ölsperre
25.08.2002
 
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