Kein Entkommen aus der
"Dead End Street"

 
Theaterprojekt begeisterte in Bleckede mit eigener Produktion

Bleckede. Das Leben in der Dead End Street ist düster.
Zwischen Müll und Unrat hausen Rio de Janeiros Straßenkinder, schlafen in Pappkartons und bestreiten ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Postkarten oder selbstgebastelten Papierblumen, mit kleinen Diebstählen oder Prostitution.
Theaterworkshop der Jugendbildungsstätte Neetze
Theaterworkshop der Jugendbildungsstätte Neetze
Das Leben in der Dead End Street ist gefährlich: denn den Geschäftsleuten sind die Strassenkinder ein Dorn im Auge, und die Polizei ist keine große Hilfe...
Das Leben in der Dead End Street haben rund dreißig Jugendliche zum Thema eines Theaterstücks gemacht.
Seit Januar haben sie im Theaterworkshop der Jugendbildungsstätte Neetze mit Regisseur Peter Andersonn an den Szenen gearbeitet, haben das Bühnenbild entworfen und die Musik ausgesucht. Viel Arbeit, die neben Schule oder Ausbildung zu bewältigen war.
Bis zum Schluß dabei waren die neun Mitglieder des Ensembles, die ihr Stück am Sonntag im Schulzentrum Bleckede präsentierten.
Und das kam an bei den mehr als 100 Premierengästen. Spannend bis zur letzten Minute wird das Leben auf der Straße in teils dramatischen, teils poetischen Bildern erzählt. Begleitet von aktueller Musik wird von Sehnsucht und Angst, von Einsamkeit und Gewalt, aber auch von Liebe und Solidarität berichtet. Dafür gab es bei den beiden Bleckeder Vorstellungen begeisterten Applaus.

Jetzt geht das Theaterprojekt mit seinem Stück auf Tour, Vorstellungen in Neuhaus und Deutsch Evern folgen,
am Donnerstag, 16. November gibt es um 19.30 Uhr eine Vorstellung im Dahlenburger Schützenhaus.
Der Erlös, das haben Regisseur und Ensemble beschlossen, geht an ein Hilfsprojekt für brasilianische Straßenkinder.
Andreas Joswig

 
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