Müllgebühren im Landkreis steigen drastischGebührenerhöhung zum 1.4.2002 geplant- Ausschuß vertagt Entscheidung |
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Lüneburg. |
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![]() Die Müllgebühren im Landkreis werden zum 1. April 2002 steigen - nur wie hoch, steht noch nicht endgültig fest |
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| Die Gebührenerhöhung resultiere zum einen aus der Auflösung
von Überschüssen, versucht Erster Kreisrat Dr. Stefan Porwol zu erklären. Diese Gelder seien den Bürgern in den vergangenen Jahren über niedrige Müllgebühren zurück gezahlt worden. Jetzt sind diese Summen aufgebraucht, die Gebühren müssen wieder steigen: "Ab April zahlt der Bürger daß, was die Entsorgung eigentlich kostet. Aber wir sind immer noch einer der Landkreise mit den niedrigsten Müllgebühren." Zum anderen verabschiedet sich der Kreis kampflos aus der Entsorgung von Gewerbeabfällen. Unternehmen können ihre so genannten "Abfälle zur Verwertung" auch privaten Entsorgern überlassen. Für den Kreis kein lohnendes Angebot mehr, das soll, so sieht es die geänderte und vom Ausschuß abgesegnete Abfallsatzung vor, künftig die Privatwirtschaft komplett übernehmen. "Wenn die gewerblichen Abfallerzeuger wegfallen, steigen zwangsläufig die Gebühren für die privaten Haushalte im Kreis", gibt Wulf-Rüdiger Hahn, bei der Kreisverwaltung zuständig für die Abfallentsorgung, zu. Der Gebührenerhöhung werde seine Fraktion nicht zustimmen, betont Manfred Mundt (SPD): "Diese Erhöhung ist selbst verschuldet, weil statt der konsequenten Einführung der Biotonne ein teurer Versuch durchgeführt wurde." Schon seit Jahren gebe es ein mit der Firma Rethmann gemeinsam entwickeltes Konzept, wonach bei kreisweiter Einführung der Biotonne und wechselweiser Abfuhr von Rest- und Biomüll nur geringe Mehrkosten entstehen würden: "Seit sieben Jahren fordern wir die flächendeckende Einführung der Biotonne, die eine Gebührenerhöhung überflüssig machen würde." Die Einführung der braunen Tonne möchte Karl-Heinrich Meyer (CDU) lieber den Kommunen überlassen. Für die Abfallbeseitigung sei jedoch der Landkreis zuständig, konterte Mundt: "Die Entsorgung des Biomülls ist zudem billiger als die Entsorgung des Restmülls auf der Deponie." Sowohl die Gruppe aus CDU, Grünen und Unabhängigen wie auch die SPD forderten die Verwaltung auf, die Gebührenkalkulation zu überarbeiten. Als kleinster Behälter solle die 40-Liter statt der 60-Liter-Tonne eingeführt, die Biotonne zudem dort angeboten werden, wo die Gemeinden dies wünschten, formulierte Martin Köne (Grüne) den Antrag der Gruppe. Die SPD fordert eine neue Kalkulation, die die kreisweite Einführung der Biotonne mit geschätzten Anschlußgraden von 20 und von 40 Prozent berücksichtigt. Bio- und Restmülltonne sollen, wie auch beim Antrag der Gruppe, dann 14-tägig im Wechsel abgefahren werden. Die Beschlußfassung über die Gebührenerhöhung vertagten die Ausschußmitglieder auf die nächste Sitzung am 31. Januar. Bis dahin soll die Verwaltung auch die neue Kalkulation vorlegen. -aj- 24.01.2002 |
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