Visionen für die Elbtalaue
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| Lkr. Lüneburg. Der Wettbewerb des Verbraucherschutzministeriums "Regionen aktiv - Land gestaltet Zukunft" stößt bundesweit auf Zustimmung. Über 100 Regionen haben bereits ihr Interesse an der Teilnahme bekundet. "Multifunktionalität eröffnet der Landwirtschaft wichtige Zukunftsperspektiven. Mit dem Wettbewerb wollen wir neue Impulse für Landwirtschaft und ländliche Räume schaffen. Im Rahmen von "Region Aktiv" sollen Land- und Forstwirtschaft, Handwerk, Tourismus, Bildungseinrichtungen und die regionale Wirtschaft - die "Aktivposten in den Regionen" - zusammenarbeiten, um gemeinsam für ihr Gebiet ein Konzept zu entwickeln und umzusetzen", so Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast zum Wettbewerb. Da das niedersächsische Elbetal in den letzten 10 Jahren zu den am häufigsten beplanten Regionen des Landes gehört, ist dieser Wettbewerb nach Auffassung des Landkreises Lüneburg ein zusätzliches Instrument zur Gestaltung des Biosphärenreservats und zur Umsetzung des Biosphärenreservatsgesetzes. "Die mit dem Wettbewerb ausgelobten Fördermittel von bis zu 3 Mio. Mark pro Jahr und Region über eine Laufzeit von 2-3 Jahren sind ein wichtiger Beitrag zur Finanzierung des beabsichtigten Strukturwandels in der Elbregion", betont Detlev Paschen von der Stabsstelle Kreisentwicklung im Landkreis Lüneburg. "Erste Priorität besitzt für uns die Elbtalaue zwischen Hohnstorf (Samtgemeinde Scharnebeck) und Schnakenburg (Landkreis Lüchow-Dannenberg), zugleich leisten wir auch "Anschubhilfe" für die Heideregion um das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide (die Landkreise Harburg, Soltau- Fallingbostel und Lüneburg). Angesichts des prognostizierten Bevölkerungsrückganges in Deutschland sind Zukunftskonzepte zur Stärkung des ländlichen Raumes wichtiger denn je, um diese Räume auf Dauer lebensfähig zu halten. Der einzuleitende Strukturwandel im Kulturraum Elbe muss im Sinne kommunaler Agenda 21- Prozesse ökonomisch tragfähig, sozial ausgewogen und ökologisch verträglich sein. In der Modellregion des Bundesministeriums Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft (BMVEL) sollen neue, engere Beziehungen zwischen Erzeugern und Verbrauchern von Nahrungsmitteln geknüpft werden. Diese Verbraucherorientierung entspricht dem politischen Willen des Landkreises Lüneburg, Maßnahmen zur Verbesserung des Verbraucherschutzes und zur Verbesserung des ökologischen/ konventionellen Landbaus zu ergreifen. Die Verwaltung ist beauftragt, mit der Wirtschaft- und Touristik GmbH ein regionales Vermarktungskonzept für Lebensmittelprodukte aus ökologischer und konventioneller Landwirtschaft zu erarbeiten, einschließlich der Entwicklung regionaler Vermarktungsstrategien in Gaststätten der Region Lüneburg". "Mit unseren Visionen fördern wir den ländlichen Raum". Da voraussichtlich nur eine Region pro Bundesland den Zuschlag von "Regionen aktiv- .." erhalten kann, sind die Chancen für den Lüneburger Raum erheblich eingeschränkt. Da es für die unterschiedlichen ländlichen Regionen in Deutschland jedoch noch keine Standardlösungen gibt, ist die Landesregierung ständig auf der Suche nach neuen Ideen. Die damit einher gehende Schaffung "neuer Programme" begünstigt unter Umständen aber auch die "Ausschöpfung" sogenannter "Modulationsgelder" (bestimmter Anteil der Gesamtprämie der EU an die Landwirtschaft) für den ländlichen Raum! Trotz ungeklärter Fragen hinsichtlich der notwendigen Planungssicherheit, wie der Anteil der "Ko- Finanzierung", des an EU- Programme, wie LAEDER + angelehnten Wettbewerbs, fördern neue Ideen die Entwicklung des ländlichen Raums. Auch Landrat Franz Fietz sieht durch die Teilnahme am Wettbewerb an sich bereits große Chancen für die Region. "Wir selbst fördern mit unseren Visionen, unserem Einfallsreichtum und der notwendigen Innovation unseren ländlichen Raum. Völlig unabhängig vom "Endergebnis" dieses Wettbewerbs. Wir machen mit und sind dabei!" -fr- 18.10.2001 |
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