Benjamin Boyce Exclusiv
Interview der EP-Jugendredaktion

 
Ich muss zugeben, dass ich schon etwas aufgeregt war, als ich am 10.11.2000 das Hotel "Zur Münchnerin" in Dahlenburg betrat.
Aber ich glaube, das ist normal, wenn man so jemanden wie Benjamin Boyce gegenübertreten soll. Ich bin zwar nicht unbedingt ein fanatischer Fan vom ihm, muss aber zugeben, dass ich ihn bewundere für das, was er in seinem Leben schon alles erreicht hat.

Das Interview sollte so gegen 19 - 19.30 Uhr stattfinden, doch das klappte nicht, da er noch im Stau steckte. Aber das war echt nicht das supergroße Problem für mich. So hatte ich noch Zeit, mich ein bisschen mit einigen Fans von ihm sowie auch mit seiner Band, Maricel und den ffn-5-Stars, zu unterhalten. Hier konnte ich auch feststellen, dass es Gottseidank auch noch normale Fans gibt (einen ganz lieben Gruß an Steffi).

Außerdem konnte ich so vorab schon einmal ein Interview mit Maricel und den ffn-5-Stars für euch gewinnen, die ihr später noch zu lesen bekommt. So gegen 22 Uhr kam er dann im Hotel an. Ich hatte ja wirklich so einiges erwartet. Aber das, was ich jetzt erlebte, werde ich wohl nie vergessen.

Bevor ich Benjamin Boyce kennengelernt habe, dachte ich immer, dass solche Menschen den Sinn zur Realität verloren haben und dass sie sowieso nur an sich und nicht an andere denken. Doch das hat sich nun grundlegend verändert und hierfür bin ich ihm echt unheimlich dankbar.

Als erstes entschuldigte er sich für seine Verspätung und sagte, dass er nur einmal kurz seine Sachen auf sein Zimmer bringt und etwas essen möchte, aber dafür steht er mir nachher ausführlich Rede und Antwort; und das tat er dann auch, deshalb will ich euch auch nicht länger mit meinem Gerede langweilen, sondern schreibe euch alle Einzelheiten von dem Interview. Nachdem er gegessen hatte, setzten wir uns an einen kleinen Ecktisch.

"Stört es dich, wenn ich eine rauche?"
"Nein, natürlich nicht, ich rauche ja auch."
Daraufhin wurde sich erst einmal eine Zigarette angezündet.
"Sag mal, war es eigentlich schwer nach der Trennung eurer Band einen Neuanfang zu starten?"
"Klar, so etwas ist immer schwer, vor allem, da dass mit der Trennung auch alles so schnell ging. Außerdem waren wir alle zusammen auch sehr erfolgreich. Aber ich fand es auch wichtig, gleich mit einer eigenen Sache weiterzumachen, um nicht stehen zu bleiben. Deshalb beschloss ich, meine eigene Musik zu machen, die aber nicht nur in eine Richtung gehen sollte, sondern sehr vielseitig werden sollte.Ich glaube, dass mir das auch gelungen ist."

"Darüber musst du dir doch echt keine Gedanken machen, die Bestätigung hast du doch von deinen Fans bekommen."
"Das stimmt und ich bin auch echt froh, dass es geklappt hat."

"Ich weiß, dass du diese Frage wahrscheinlich schon oft beantworten musstest, aber wie ist es überhaupt zu der Trennung gekommen?
Es lief doch ziemlich gut mit euch, ihr hattet viele Fans und alle fanden eure Musik klasse."
"Das stimmt schon, aber wir hatten einige Probleme mit unserem Manager. Als wir dann beschlossen hatten, uns zu trennen, ging leider alles so schnell, dass wir noch nicht einmal mehr die geplante Trennungstour machen konnten, die uns eigentlich sehr wichtig war, weil wir es den Fans auch irgendwie schuldig waren.
Aber leider klappt ja nicht immer alles, so wie man es am liebsten möchte."

"Hast du denn noch Kontakt zu den anderen?"
"Naja, nicht so richtig. Ich wollte auch erst einmal selbst wieder meine Gedanken ordnen. Als ich dann anfing, meine eigene Musik zu machen, wollte ich auch nicht gleich wissen, was die anderen davon halten."
"Das ist auch verständlich, ich glaube, ich müsste dann auch erst einmal damit klarkommen.

Machen die anderen denn jetzt auch wieder was?"
"Ja, Bastiaan hat gerade sein eigenes Album rausgebracht."
"Stimmt, das hab ich auch gehört. Viele Kinder haben ja Träume, hattest du auch einen Kindheitstraum?"
"Ich glaube, das hat jeder. Ich wollte als Kind immer berühmt werden."
"Echt? Standest du immer mit einer Haarbürste vor dem Spiegel?"
"Nein, das eigentlich nicht. Ich wollte früher am liebsten Schauspieler werden. Als ich dann aber das Angebot bekam, in der Gruppe mitzumachen, nahm ich es an. Wer weiß, vielleicht wäre ich sowieso Musiker geworden, da aus meiner Familie viele Musiker sind."
"Ja, offensichtlich. Aber was hat dich denn nach Dahlenburg verschlagen?"
.........das gesamte Interview finden Sie in der Elbmarsch-Post Ausgabe 46/00

 
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