Start in den Frühling geglückt
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| Bleckede. Frühling bedeutet in unseren Breitengraden meist Temperaturen
nahe dem Gefrierpunkt, kaum Sonne, dafür umso mehr Niederschläge... Da nimmt sich leider auch der Musikalische Frühling in Bleckede nicht aus. Außentemperaturen um zwölf Grad bedingten am Sonnabend die Verlegung des Eröffnungskonzertes in die "Festhalle" genannte Schulsporthalle am Nindorfer Moorweg. |
![]() Matinee im Schloßpark. Bleckede. Rund 130 Zuhörer lauschten am Sonntag morgen dem Königlich Belgischen Kammerorchester aus Brüssel (unser Foto). -aj- |
| Die verfügt zwar über eine bessere Akustik als etwa das Bleckeder
Haus, aber eben nicht über jene Atmosphäre, die das Bleckeder Open-Air-Festival
sonst so unvergleichlich macht: "Der Musikalische Frühling ist aus dem
Kreis kultureller Veranstaltungen nicht mehr wegzudenken", betonte Landrat
Franz Fietz in seiner Begrüßung. Zur Eröffnung spielte mit dem Radio-Philharmonieorchester des Norddeutschen Rundfunks (NDR) ein herausragender Klangkörper. Dirigent Rengim Gökmen führte die Musiker durch die drei so unterschiedlichen Programmpunkte. Jean Sibelius' Finlandia ist eine Huldigung an die Heimat des Komponisten, mal klagend, wehmütig, still ergeben wie das unendlich weite Land der tausend Seen, dann wieder festlich, fast marschartig: dann schmettern die Trompeten, rauscht es im Orchester auf. Das Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur, vor mehr als 200 Jahren geschrieben, gilt als Johann Amadeus Mozarts Meisterstück unter den Bläserkonzerten. Immer wieder brillierte Klarinettist Til Renner, führte sein Instrument mit dessen so charakteristisch unterschiedlichen Lagen vor, um sich dann wieder auf ganz selbstverständliche Weise der konzertanten Großform unterzuordnen. Gelassen, ja heiter und fern aller Melancholie erscheint da die eigentlich eher nach innen gekehrte Musik, auch das Finale kreist um ein unbekümmertes, lebenslustiges Thema. Rund einhundert Jahre jünger als Mozarts Bläserkonzert ist die Sinfonie Nr. 8 D-dur von Antonín Dvorák, ein Höhepunkt in dessen sinfonischem Schaffen. Das NDR-Orchester gab den wechselnden Stimmungen Raum, Dirigent Gökmen folgte Dvoráks Kunst der fein abgestuften Instrumentation, die diese Komposition so unverwechselbar macht. Riesenbeifall beim Publikum, für den sich das Orchester mit zwei Zugaben bedankte. Andreas Joswig 19.05.2001 |
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