Kultur- und Heimatkreis Bleckede besuchte Ernst-Wiechert-Haus in Masuren |
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Bleckede. Gefüllt mit vielen neuen Eindrücken kam die Reisegruppe des Kultur- und Heimatkreises Bleckede e. V. von der sechstägigen Studienreise durch Ostpreußen/Polen zurück. Nach der Einreise über Küstrin und der ersten Übernachtung in Landsberg/ Gorzow Wielkopolski wurde der kleine Ort Nikolaiken erreicht. Von hier aus begannen die Rundfahrten durch Masuren und die Tagesexkursion nach Königsberg, heute Kaliningrad. |
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| Erste Station war das Forsthaus Kleinort in der Nähe von Sensburg. Hier wurde Ernst Wiechert am 18. 5. 1887
geboren, der seine Kindheit besonders in dem Buch "Wälder und Menschen" beschrieb. Das alte, fast zerfallene Forsthaus wurde
in den letzten Jahren gänzlich renoviert, dient jetzt wieder als Försterei und beherbergt einen Gedenkraum für den weit über
den Sprachraum bekannten Schriftsteller. Erstausgaben seiner Werke, ebenso Übersetzungen in andere Sprachen und Fotos der Familie und Urkunden lassen sein Leben und Werk anschaulich werden. Selbst das von der Deutschen Post im August dieses Jahres herausgegebene Gedenkblatt und die Sonderbriefmarke zu seinem 50. Todestag am 24. 8.2000 wurde bereits ausgestellt. Die Besichtigung der Wolfsschanze bei Rastenburg/ Ketrzyn, dem Führerhauptquartier der letzten Kriegsjahre, hinterließ eine bedrückende und betroffene Stimmung. Der versierte Forscher und Heimatkundler Jery Szynkowski führte durch die Betonanlagen und erläuterte besonders die Situation des missglückten Attentats auf Hitler am 20. Juli 1944 durch Graf Stauffenberg. Das Orgelkonzert in der Barockkirche von Heilige Linde / Swieta Lipke wirkte dann wieder beruhigend und versöhnlich auf die Fahrtteilnehmer, obwohl die Gespräche über den Nationalsozialismus und die Folgen des Krieges noch lange anhielten.
Ein weiterer Höhepunkt der Studienfahrt, die von Rolf-Dieter Bollmann organisiert und von Ernst Tipke geleitet wurde, war
die Tagesexkursion nach Königsberg/ Kaliningrad im russischen Teil Ostpreußens. Schon der Grenzübergang zeigte die
wirtschaftlichen Schwierigkeiten Russlands, die dann während der Stadtrundfahrt noch deutlicher wurden. Hatte man bei den
Fahrten durch Polen den Eindruck gewonnen, ein wirtschaftlich aufstrebendes Land zu sehen, in dem die Veränderungen nach
der letzten KHK-Fahrt von 1995 offensichtlich erkennbar waren, war der deprimierende Eindruck von Königsberg sehr
ernüchternd. Die Mittags-Pause wurde mit einer Extratour zur Ostseeküste
und zur Wanderung am Steilküstenrand im Seebad Rauschen/Swetogorsk genutzt.
Eine "Masurische Hochzeit" auf einem typischen Bauernhof in der Nähe von Allenstein/Olsztyn brachte ländliches Leben,
Volkstänze und Gerichte nach typischen Rezepten den Fahrtteilnehmern nahe.
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