SPD nominiert Landtagskandidatin

 
Andrea Schröder-Ehlers folgt auf Uwe Inselmann
Lüneburg.
Andrea Schröder-Ehlers hat ein schweres Amt angetreten: Am Wochenende nominierten die SPD-Ortsvereine Lüneburg und Adendorf die 41-jährige als Kandidatin für die Landtagswahl. Schröder-Ehlers rückt damit für den verstorbenen Uwe Inselmann nach.

„Wir sind tief betroffen über den Tod von Uwe Inselmann“, sagte dessen langjähriger Weggefährte und Landtagsabgeordneter Wolfgang Schurreit bei der Vorstellung der Kandidatin am vergangenen Montag, „aber wir mussten dennoch schnell handeln.“ Von der Qualifikation und Kompetenz sei Andrea Schröder-Ehlers „genau die Richtige, um in diesem Wahlkreis direkt gewählt zu werden.“ Die Juristin arbeitete nach dem Studium zunächst als Dezernentin für Wirtschaftsförderung bei der Bezirksregierung Lüneburg, später als Persönliche Referentin der Regierungspräsidentin. 1996 wechselte sie zur Stadt Lüneburg, wurde dort Co-Dezernentin in der Bauverwaltung und leitet seit 1998 den Fachbereich Umwelt, Sicherheit und Verkehr.
-aj-

Andrea Schröder-Ehlers ist die neue SPD-Landtagskandidatin im Wahlkreis Lüneburg-Adendorf

An der inhaltlichen Konzeption im Wahlkampf will sie nichts ändern, „obwohl viel auf Uwe Inselmann zugeschnitten war.“ Durch seine Arbeit habe ihr Vorgänger die Messlatte sehr hoch gelegt, die Entscheidung, Inselmanns Nachfolge als Landtagskandidatin anzutreten, sei ihr daher nicht eben leicht gefallen, sagt Schröder-Ehlers.

„Ich werde seine Politik in Teilen fortsetzen, aber auch eigene Akzente setzen.“ Dazu gehört zum Beispiel die weitere Verbesserung der Infrastruktur: „Nur mit dem Bau des dritten Gleises und der Weiterführung der Autobahn wird es gelingen, Arbeitsplätze hier in der Region zu sichern. Man darf nicht immer nur sparen, sondern muss auch in konjunkturell schwierigen Zeiten Impulse setzen.“

Andrea Schröder-Ehlers

Weitere Schwerpunkte setzt die SPD-Kandidatin in den Bereichen Umweltschutz, in der Bildungs- und Familienpolitik: „Genügend Kindergärten, eine intakte Schullandschaft, innovative Hochschulangebote, das ist mir wichtig“, sagt die Mutter einer 12-jährigen Tochter. Die „findet das ganz spannend“, was ihre Mutter macht. „Ich habe intensiv mit meiner Familie über die Kandidatur gesprochen.“ Jetzt müssen die Ortsvereine über die Kandidatin entscheiden:

Am Sonnabend soll Schröder-Ehlers offiziell nominiert werden. „Ich gehe davon aus, dass die beiden Ortsvereine unsere Kandidatin ohne wenn und aber akzeptieren“,
ist sich Wolfgang Schurreit sicher.
-aj-
18.12.2002
 
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