Volksbank Bleckede-Dahlenburg zieht die Notbremse 19,7 Millionen Mark Risiko-Rücklagen fehlen - Vorstand zurückgetreten

 
Dahlenburg. Die Volksbank Bleckede-Dahlenburg zieht die Notbremse. Nach einer Prüfung des Genossenschaftsverbandes Berlin-Hannover e.V. (GVBH) hatte die Bank bei zahlreichen Kreditverträgen die Sicherheiten falsch bewertet und der wirtschaftlichen Entwicklung nicht ausreichend Rechnung getragen.

Zudem hätten, so berichtete der Aufsichtsratsvorsitzende Karl-Heinz Hoppe gestern Abend vor der Vertreterversammlung, die dem Aufsichtsrat zur Entscheidung vorgelegten Unterlagen keine entsprechende Kontrolle ermöglicht. Auf 19,7 Millionen Mark beziffert Hoppe den durch die Fehlentscheidungen entstandenen Schaden.
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Falsche Entscheidungen in der Vergangenheit führten bei der Volksbank Bleckede-Dahlenburg e.G. zu einer prekären Finanzsituation: 19,7 Millionen Mark fehlen bei den Risiko-Rücklagen, mit einer entsprechenden Bürgschaft muß der Genossenschaftsverband die Dahlenburger Bank retten. Foto: -aj- (VB-Dahlenburg1)
Angesichts der knappen Risikorücklagen der Volksbank könne nur mit einer entsprechenden Bürgschaft des GV BH der Fortbestand des Bankhauses gesichert werden. Bereits bei früheren Prüfungen hatten der Genossenschaftsverband und das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen die Revisions- und Kontrollsysteme der Volksbank Bleckede-Dahlenburg bemängelt.

Die Forderungen der Prüfer seien jedoch nicht hinreichend umgesetzt worden. Nach Vorstandsmitglied Claus-Dieter Schmidt, der bereits im April des Jahres "im wesenlichen krankheitsbedingt" ausgeschieden war, zog jetzt auch Vorstand Uli Klippe die Konsequenzen. Klippe übernimmt die Verantwortung für die Fehler und scheidet zum 30. September aus der Volksbank aus. Als Nachfolger Schmidts wurde Dieter Schramm berufen, für ein weiteres Vorstandsmitglied läuft derzeit das Auswahlverfahren. -aj-
15.08.2001
 
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