Morsche Balken bringen Finanzierung ins Wanken - Schloss Bleckede:
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| Bleckede. Der Zustand des Patienten treibt den Experten die Sorgenfalten
auf die Stirn: das Fachwerk an der Westseite des Bleckeder Schlosses,
quasi das "Skelett" des historischen Bauwerks, ist marode. Die morschen Balken müssen Stück für Stück ausgetauscht, die Decken abgestützt werden, berichtet Stadtdirektor Lutz Röding. Mit der Elbmarsch-Post ging der Verwaltungschef jetzt auf Baubegehung durch das Schloss. ElbSchloss präsentiert Vielfalt der Region Bauarbeiten im Zeitplan - Ausstellung zum Jahresende montiert Die Balken im Bleckeder Schloss sind morsch, müssen im Zuge der Umbauarbeiten zum Informationszentrum für das Biosphärenreservat erneuert werden. Im geplanten Shop-Bereich im Westflügel machten die Planer die Not zur Tugend. Schwere Leimbinder stützen die Dekkenbalken im Erdgeschoss dort, wo einst Wände standen: "So wird die alte Raumstruktur wieder sichtbar", freut sich Stadtdirektor Lutz Röding. |
Größer als erwartet sind die Schäden am Schloss Bleckede - und damit die Kosten für die Sanierung. Teile der Ausstellung im geplanten Informationszentrum sollen deshalb erst zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden. -aj- |
| Ebenfalls im Westflügel soll das Storchen-Fernsehen aus dem
Elbtal-Haus wieder installiert werden, mit neuer, verbesserter Technik.
Nebenan wird in einem Raum die Geschichte Bleckedes gezeigt werden, in
anderen Räumen die touristische Vielfalt und die Besonderheiten der Region.
Trotz der zusätzlichen Arbeiten befinde sich das Bauvorhaben noch im Zeitplan:
"Im Herbst beginnen wir mit dem Einbau der Ausstellungsobjekte", ist sich
Röding sicher. Ein besonderes Highlight entstehe im Fußboden des Flurs im Erdgeschoß, erklärt der Stadtdirektor: "Hier werden Vitrinen eingelassen, in denen die verschiedenen Bodenprofile der Elbe gezeigt werden." Eine Etage höher soll ein Teil der Ausstellung die verschiedenen Berufe an der Elbe präsentieren, weitere Räume sind dem Thema "Faszination des Fliegens" gewidmet. Doch dafür fehlt noch das Geld, der Umbau wird teurer, als zunächst veranschlagt. "Für die Ausstellung suchen wir noch Sponsoren", sagt Röding, Gespräche etwa mit Fluggesellschaften würden bereits geführt. Dem Rotstift fällt auch die Ausstellung zum Thema Vogelflug zum Opfer, die zunächst für das Dachgeschoss geplant war. Doch der klimatisierte Glasgang durch die architektonisch besonders wertvolle Dachkonstruktion ist "zu teuer, die Unterhaltung sehr aufwändig. " Jetzt soll der Schwerpunkt der Ausstellung im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss liegen, die Erweiterung im Dachgeschoss erst in Angriff genommen werden, wenn die Finanzierung gesichert ist: "Wir müssen ja auch in späteren Jahren noch neue Attraktionen bieten können", gibt sich Röding optimistisch. Eher skeptisch sieht Röding da die Ankündigung des umweltpolitischen Sprechers der SPD- Landtagsfraktion, Uwe Inselmann, der östliche Teil des Landkreises sehe goldenen Zeiten entgegen (EP berichtete). Die angekündigten Gelder von 1,6 bzw. 1,4 Mio. Mark in den Jahren 2002 bis 2004 seien angesichts der zahlreichen Gemeinden im Biosphärenreservat knapp bemessen. Nicht gesichert ist bisher auch die Finanzierung der im Schloss geplanten Caféteria: "Entweder übernimmt der Betreiber die Ausstattung, oder der Verpächter holt sich die Investitionen über den Pachtzins zurück. Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen." Derzeit, so Röding, würden Gespräche mit verschiedenen Brauereien geführt, um im historischen Kellergewölbe eine urige Kneipe einzurichten. Eine erste Adresse wird das Schloss wohl auch für Brautpaare werden: bei den Umbauarbeiten wurden in einem Raum im ersten Stock Deckenmalereien entdeckt. Die sollen jetzt restauriert und der Raum neben dem Gerichtssaal später als Trauzimmer genutzt werden. -aj- 13.06.2001 |
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