Gesundes aus der Region für die Region Vermarktungsgesellschaft für
regionale Produkte geplant

 
Echem. Als Treibstoff fließt Rapsöl aus dem Elbetal bereits seit einigen Monaten in die Tanks zahlreicher Kraftfahrzeuge: im Januar des Jahres eröffnete die Elbmarsch-Ölmühle in Echem eine Tankstelle für Pflanzenöle (EP berichtete), jetzt wird das Öl aus den Rapskörnern dort auch zu hochwertigem Speiseöl verarbeitet.

Dafür wird das Öl nach dreimaligem Filtern auf Flaschen gezogen und kann mit seinem hohen Anteil an essentiellen Fettsäuren und natürlichem Vitamin E etwa zur Zubereitung von Salaten verwendet werden.

Gesundes aus der Region für die Region
Landrat Franz Fietz und Wirtschaftsförderer Klaus Dützmann probieren in der Elbmarsch-Ölmühle Salatöl aus heimischen Raps. Foto: -aj-
Landrat Franz Fietz und Klaus Dützmann, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft von Stadt und Landkreis Lüneburg, informierten sich jetzt in Echem über den jungen Betrieb in der Elbtalaue. Die Elbmarsch-Ölmühle sei ein hervorragendes Beispiel dafür, wie im Biosphärenreservat Elbtalaue nachhaltig und profitabel gewirtschaftet werden könne, betonte Fietz. Produkte der Region würden in der Region verarbeitet.
Die Transportwege seien kurz, und die Produkte blieben in Erzeugernähe: "Gerade für unsere ländlichen, strukturschwachen Gebiete im Biosphärenreservat ist das ein Beispiel für unternehmerisches Denken und Handeln, auf das wir im Landkreis Lüneburg stolz sein können", sagt der Landrat.

Auch Speiseöle aus ökologischem Landbau könnten in Echem produziert werden, die Ölmühle ist nach den EU-Richtlinien und vom Bioland-Verband entsprechend zertifiziert worden.
Doch es herrscht Mangel an Rohstoffen aus kontrolliert-biologischem Landbau in der Region.
Das Rapsöl aus dem Elbetal hingegen ist bereits in einigen Supermärkten erhältlich, weitere sollen folgen. Noch bereitet die Vermarktung Probleme, denn die zahlreichen kleinen regionalen Anbieter bedeuten Mehrarbeit für den Einzelhandel, der es gewohnt ist, fast alles "aus einer Hand" von wenigen Lieferanten zu beziehen.
Wirtschaftsförderer Klaus Dützmann plant daher die Gründung einer Vermarktungsgesellschaft für Erzeugnisse aus der Region. Gesellschafter dieser Firma sollen regionale Erzeuger werden, die damit auch den Vertrieb ihrer Erzeugnisse in die eigene Hand nehmen könnten.
-aj-12.06.2002

 
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