Geschichte zum Anfassen Mühlen öffneten ihre Tore zum Deutschen Mühlentag |
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| Bardowick. Schon früher mußten die Müller hart arbeiten: auf dem Rücken
mußten die bis zu 150 Kilogramm schweren Säcke mit dem Getreide die schmalen
Treppen zum Mahlwerk heraufgetragen werden, bevor findige Berufskollegen
den Kettenzug oder gar den "Getreidefahrstuhl" erfanden. Auch Markus Talg steht der Schweiß auf der Stirn: fast 1.500 Besucher hat er beim Mühlenfest am Pfingstmontag treppauf, treppab durch die Bardowicker Windmühle geführt. Hauptberuflich ist Markus Talg eigentlich Suchtberater, beim Mühlentag in Bardowick hilft er ehrenamtlich mit, "sonst ist das nicht zu schaffen." Staunend lassen sich die Besucher von ihm die Mechanik der historischen Mühle mit ihren großen, hölzernen Zahnrädern erklären: Die Zähne aus Weißbuche, erklärt er, müssen einmal im Monat mit Bienenwachs behandelt werden: "Dann hält das Getriebe ein Müllerleben lang." |
![]() Zimmerergesellen zeigten an der Mühle, wie früher gearbeitet wurde. |
| Draußen lassen sich die Besucher auch vom schlechten Wetter
nicht abschrecken, locken Stände mit Windmühlenbrot oder Bratwurst. Fast pausenlos spielen die Bewicker Harmonikanten in zünftiger Müllerburschentracht, nebenan zeigt der Lüneburger Kaninchenzuchtverein HH89 seine Tiere: "Wir sind jedes Jahr dabei", erzählt Züchter Uwe Kißling. Der Streichelzoo in einem Nebengebäude der Mühle kommt vor allem bei den Jüngsten gut an. -aj- 04.06.2001 |
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