Bürger organisierten „Hochwasserparty“ |
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Alt Garge bedankt sich bei den Helfern Alt Garge. Wasser ist für Wolfgang Kuhn eigentlich kein unbekanntes Element. Denn der gebürtige Rheinländer, der seit acht Jahren in Alt Garge wohnt, ist Hobbytaucher. Doch die Kraft des Wassers hat auch Kuhn überrascht, dessen Anbau am Haus bei der Elbeflut voll lief. „Anderthalb Wochen Hochwasser – das sitzt uns ganz schön in den Knochen“, erzählte er am Freitag bei der „Hochwasserparty“ am Alt Garger Feuerwehrhaus. |
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| Vom Hochwasser betroffene Bürger hatten die Fete organisiert: Als Dank an die Freiwillige Feuerwehr für
deren unermüdlichen Einsatz. Rund 1550 Einsatzstunden hätten seine Frauen und Männer in den zehn Tagen
vom 17. bis zum 26. August geleistet, rechnet Ortsbrandmeister Johnny Rathlev vor. „Bei so einem Einsatz“, so der Chef der Alt Garger Feuerwehr, „zeigt sich die Kameradschaft.“ |
![]() Bürgermeister Ludger Bisping, Ortsbrandmeister Johnny Rathlev und Wolfgang Kuhn eröffneten das Fest am Alt Garger Feuerwehrhaus. -aj- |
Vor drei Wochen noch habe beklemmende Spannung im Dorf geherrscht, schreibt Ortsvorsteher Dieter Ossenkopp, der aus familiären Gründen an der Feier nicht teilnehmen konnte, in seinem Grußwort. Die Einwohner hätten sich gesorgt, wie hoch das Wasser steigen und was mit ihrem Eigentum geschehen würde. Jetzt herrsche überall Freude und Erleichterung, besonders im alten Dorf, wo jung und alt zusammen gehalten, Sandsack für Sandsack gefüllt hätten. „Der Ort hat hervorragend zusammen gehalten“, lobte auch Bürgermeister Ludger Bisping. „Wir sind vom hohen Pegelstand überrascht worden“, trat er Kritik, die Stadt habe die Betroffenen nur mangelhaft informiert, entgegen. „Die Informationen sollten mündlich weitergegeben werden, von Mensch zu Mensch.“ Insgesamt rechnet Bisping in den Ortsteilen Alt Garge, Alt Wendischthun und Walmsburg mit Schäden an privatem
Eigentum in Höhe von rund 800.000 Euro, hinzu kommen Schäden an der öffentlichen Infrastruktur in Höhe
von etwa 400.000 Euro. Jetzt will sich der Bürgermeister um den Deichbau in den betroffenen Ortsteilen
kümmern: „Wir sollten versuchen, so schnell wie möglich geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Vielleicht können
wir unsere Kontakte zu Umweltminister Wolfgang Jüttner nutzen, um den Deichbau voran zu treiben.“ -aj- |
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