Finanzierung der Elbbrücke ungewiss
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| Dahlenburg. Die Finanzierung der geplanten Elbbrücke bei Neu Darchau
steht auf wakkeligen Füssen. Nach Änderung der EU-Förderungsrichtlinien
fehlen rund 25 Prozent der Baukosten von geschätzten 40 Millionen Mark. Trotzdem beschloss der Kreistag am Montag auf seiner Sitzung im Schützenhaus Dahlenburg (Vorsitz: Jürgen Elvers, CDU) mehrheitlich, die Planungen fortzuführen. Seit mehr als fünf Jahren ist eine feste Elbquerung zwischen dem Landkreis Lüneburg und dem Amt Neuhaus in der Diskussion. |
![]() Unweit der Fähre Neu Darchau (unser Foto) soll die geplante Elbbrücke ins Amt Neuhaus führen. Foto:-aj- |
| Von den ursprünglich zwölf möglichen Trassenvarianten wurden
vier näher untersucht. Favorisiert wird jetzt eine Trassenführung, die
kurz vor dem Fähranleger Neu Darchau von der vorhandenen Strasse Richtung
Westen ausschwenkt, den Kateminer Mühlenbach und das Elbvorland überquert.
Eine rund 200 Meter lange Strombrücke mit einer Durchfahrtshöhe von sieben
Metern soll dann über den Fluss führen, bevor die Trasse nach etwa 300
Metern wieder in die Landesstrasse 232 einmündet. Die soll, um für den Brückenbau Mittel nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) beantragen zu können, zur Kreisstrasse zurückgestuft werden. Damit, so fürchtet Markus Graff (Grüne), sei der Kreis auch für die Unterhaltung dieser Strasse verantwortlich: "Wir bestellen etwas und wissen nicht, wie wir es bezahlen sollen." Angesichts der desolaten Finanzlage des Landkreises sei eine derartige Baumassnahme, die den Kreishaushalt mit zehn Millionen Mark belasten würde, nicht zu verantworten: "Sie führen den Landkreis in den Bankrott." Die geplante Elbbrücke sei eine rein regionale Angelegenheit, gibt Wolfgang Schurreit (SPD) zu bedenken. Auf den 50 Elbkilometern zwischen Lauenburg und Dömitz sei jedoch eine weitere Querung erforderlich, betont Schurreit: "Wir müssen auch über neue Ideen zur Finanzierung nachdenken", fordert Schurreit und schliesst auch eine Maut nicht aus. Die geplante Elbquerung sei eines der bedeutendsten Bauvorhaben im Ostteil des Landkreises, meint Karl-Heinz Hoppe (CDU): "Die breite Masse der Bevölkerung sieht die Brücke als Vorteil." Das sieht auch der Neuhäuser Grünen-Abgeordnete Klaus von der Wehd so. Er bevorzugt jedoch eine Trassenführung östlich an Darchau vorbei. Die jetzt favorisierte Variante, so von der Wehd, zerschneide die Gemeinden beiderseits der Elbquerung. Der Kreistag beschloss bei fünf Gegenstimmen, das Planfeststellungsverfahren für die Elbbrücke schnellstmöglich einzuleiten. -aj- 22.05.2001 |
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