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Landrat Franz Fietz: " Der Landkreis ist am Ball"
Bleckede.
Ruhig ist es um die geplante Elbbrücke bei Neu Darchau geworden.
Ist das Projekt eingeschlafen? Können sich die politischen Gremien
nicht einigen?
Im Rahmen eines Besuches von Franz Fietz im Hause der Elbmarsch-Post
erläuterte der Landrat den Stand des Projektes.
Am 26. Februar 96 beschließt der Kreistag den Haushaltplan 96
mit einer Ausgabeposition für die Planungskosten des Raumordnungsverfahrens.
Im August des gleichen Jahres überträgt die Bezirksregierung
Lüneburg die Durchführung des Raumordnungsverfahrens auf den
Landkreis Lüneburg. Diverse Gespräche, Beratungen und Informationsveranstaltungen
folgten.
Nach einer Biotoptypenkartierung und einer faunistischen Erhebung wird
auf Antrag der Gruppe im August 1998, auf Erteilung der notwendigen
Aufträge zur Erstellung der erforderlichen Unterlagen und überplanmäßigen
Finanzierung, erfolgt ein einstimmiger Beschluss des Kreisausschusses
mit einer Kostenschätzung von ca. 800.000 DM mit einer Auftragserteilung
an vier Büros im Oktober 98.
Im Februar 99 beschließt auf Antrag der SPD-Kreistagsfraktion
der Landkreis Lüchow-Dannenberg, die geplante Brücke als positive
Infrastrukturverbesserung anzusehen.
Eine finanzielle Beteiligung wurde abgelehnt. Im April 2000 erfolgt
ein umfassender Bericht über den bisherigen Sachstand, insbesondere
über die Inhalte der vier in Auftrag gegebenen Gutachten im Kreisausschuß.
Im Juli 2000 werden die Raumordnungsunterlagen an die Träger der
öffentlichen Belange, Gemeinden und Verbände verschickt. Innerhalb
der gegebenen Fristen finden Erörterungstermine der Auswertungen
statt.
Am 28. Februar 2001 erfolgt die landesplanerische Feststellung, dass
die Brücke in der Variante -1d- raum- und umweltverträglich
ist. Damit ist das Raumordnungsprogramm abgeschlossen.
Das Verkehrsministerium hat eine GVFG-Förderung in Höhe von
75 % zugesagt. Die Aufträge für einen Landschaftspflegerischen
Begleitplan und die Erarbeitung der Brücken- und Strassenplanung
werden im April 2001 erteilt.
Nach einem Abstimmungsgespräch mit der Gemeinde Neu Darchau im
Januar 2002 und der erstmaligen Vorstellung einer Sportboothafen-Planung
sowie der Forderung einer Ortsumgehung für die Gemeinde Neu Darchau,
erfolgt die Überarbeitung der Planung. Im März 2002 erfolgte
ein Abstimmungsgespräch mit den Gemeinden und dem Landkreis Lüchow-Dannenberg.
Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit einer erneuten Überarbeitung,
da der Hochwasseranleger erhalten und die Planungen für den Sportboothafen
enthalten sein müssen. Am 15. März wurde der Auftrag für
die Erstellung eines Bodengutachtens erteilt. Anschließend wurde
die überarbeitete Strassen- und Brückenplanung fertig gestellt.
Mit der förmlichen Einleitung des Planfeststellungsverfahrens ist
nach den Sommerferien zu rechnen. Die derzeitigen Kostenschätzungen
liegen bei 22 Mio. EUR mit 75 % GVFG Mitteln. Zur Zeit wird versucht,
Mittel aus der Bedarfszuweisung sowie dem Hamburg-Niedersachsen-Fond
einzuwerben.
-wh-
12.06.2002
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