Umbau des Heimatmuseums stagniert
Umstimmigkeiten im Vorstand des Dahlenburger Museumsvereins

 
Dahlenburg. Dunkle Wolken stehen über dem Dahlenburger Heimatmuseum. Die geplante Umgestaltung verzögert sich, und auch beim Vorstand des Museumsvereins knarrt es im Gebälk. Auf der Jahreshauptversammlung im Hotel "Zur Münchnerin" stellte Kassenwart Alfred Söhl sein Amt zur Verfügung.

"Meine Mitarbeit scheint nicht mehr gewünscht zu sein", begründete Söhl seinen plötzlichen Rücktritt. Es gebe Probleme in der Zusammenarbeit des Vorstands. Er trete zurück, damit wieder Ruhe in die Vorstandsarbeit komme: "Ich stehe niemandem mehr im Wege."

So mochte auch Vereinsvorsitzender Claus Dietrich dem abgelaufenen Jahr kaum etwas Gutes abgewinnen. Mit rund 700 Personen seien die Besucherzahlen im vergangenen Jahr rückläufig gewesen, zog der Vorsitzende Bilanz, "und davon sind allein drei, vierhundert Besucher Gäste des Hotels ‚Zur Münchnerin'."

Beim Umbau des Museums habe sich bisher "nicht sehr viel getan." Zwar wurde ein Konzept erstellt, das die Attraktivität dieses und weiterer Heimatmuseen im Landkreis Lüneburg erhöhen soll. Für Dahlenburg ist vorgesehen, die ständige Ausstellung zur Göhrdeschlacht und zu den Freiheitskriegen zum Schwerpunkt der Präsentation zu machen.

Das Diorama der Schlacht in der Göhrde soll im Erdgeschoss aus Platzgründen in einem Winkel von 45 Grad an der Wand angebracht werden, ein Audio- und Videoanlage sollen die Ausstellung ergänzen, stellte Geschäftsführer und Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Prause die Planungen vor. An der Aussenwand sollte ein Fahrstuhl angebaut werden, um das Museum auch für Behinderte erlebbar zu machen, "doch diese Lösung im Aussenbereich ist auf Widerstand beim Denkmalschutz gestossen." Nun werde eine Lösung im Innenraum gesucht, berichtet Prause.

Das Gebäude gehöre der Kirche, die Gemeinde habe es gepachtet, das Museum werde vom Verein betrieben - "das macht die Sache nicht gerade einfacher." Insgesamt habe die Sparkassenstiftung für das Gesamtprojekt "Museen im Aufbruch" rund 237.500 Euro zur Verfügung gestellt, 75.000 Euro davon seien als Anschubfinanzierung für das Museum in Dahlenburg vorgesehen, das auch in diesem Jahr vom 28. April bis zum 29. September seine Pforten öffnen soll.

Für die 310 Mitglieder, 17 mehr als im Vorjahr, bietet der Museumsverein noch eine Reihe weiterer Angebote. So ist etwa eine Ausflugsfahrt ins Alte Land geplant, zu der sich bereits 31 Teilnehmer angemeldet haben. Neben einer Rundfahrt durch das blühende Alte Land soll auch das Blütenfest in Jork besucht und ein Abstecher ins Altländer Museum gemacht werden.
-aj-
03.04.02

 
 
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