Ganztagsschule in Bleckede - Eine Chance

 
Bleckede.
In der vergangenen Woche erhielten die Eltern, deren Kinder in der OS, HS, RS des Schulzentrums und der 4. Klassen der GS Bleckede zur Schule gingen, eine Einladung zu einer Informationsveranstaltung mit dem Thema Ganztagsangebot. Nach einer Meinungsbildumfrage, so der Schulleiter der OS/HS, hatten sich von 32 Lehrer/innen, 24 für eine Ganztagsschule ausgesprochen. Im Anschluß wurde eine Arbeitsgruppe aus Schulleitung, Lehrer/innen, Elternvertretung und Mitarbeiter PRINT gebildet. Der erste Antrag zur Ganztagsschule wurde termingerecht zum 1. September beim Kultusministerium eingereicht. Die Arbeitsgruppe stellte nun den Eltern das Konzept vor um ein Votum zu dem Thema zu erhalten.

Einführung August 2003 mit 7. Klassen
Geplant sind, da die Finanzen des Landkreises knapp bemessen sind und um in einem überschaubaren Rahmen planbar starten zu können, die Einführung der Ganztagsschule nach den nächsten Sommerferien am 1.8. 2003 mit den 7. Klassen. Diese Form der Einführung des Ganztagsangebotes hat den Vorteil, so die Vorstellung der Arbeitsgruppe, dass erstens: Erfahrungen gesammelt werden können und zweitens: Beim nächsten Schuljahreswechsel die nachrückenden Klassen beginnen können ohne die gesamte Entwicklung zu gefährden bzw. zu überfordern. Offen bleibt zur Zeit ob im zweiten oder dritten Schritt weitere Klassen hinzugenommen werden können.

2 Tage Pflicht - 2 Tage freiwillig
Angedacht sind die Einführung von zwei Pflichttagen und zwei freiwillige Tage. An diesen Tagen geht der Unterricht über 13.20 Uhr bis 16.00 Uhr, unterbrochen von einer Mittagspause, hinaus. Wer sich zu den freiwilligen Tagen anmeldet, muss auch diese Tage weiterhin nutzen. Die zusätzlichen Stunden sollen dem Förderunterricht, nicht nur zur Förderung der Lernschwächeren, sondern auch der starken Schüler, dienen. Weiterhin sind Arbeits- und Übungsstunden, Arbeitsgemeinschaften, Verfügungsstunden und außerschulische Angebote, wie u.a. Sport- und Freizeitgestaltung, auch in Zusammenarbeit mit den Vereinen, vorgesehen. Selbst der Konfirmationsunterricht in Zusammenarbeit mit der Kirche, kann möglich gemacht werden. Zum Angebot müssen sich noch die Schüler und der Landkreis äußern und eine Vielzahl von organisatorischen Abläufen ausgearbeitet werden. Das Ganztagsangebot wird mit zusätzlichen Lehrkräften (2,25 pro Tag/Klasse) und mit einem Budget von 125 EUR je Teilnehmer und 2 Stunden gefördert.

Streßfreier und verläßlich
Ein Nebeneffekt hat, laut Arbeitskreis, das Angebot: Der "normale" Unterricht kann entzerrt werden und schulische Maßnahmen besser und für die Schüler streßfreier, vermittelt werden. Für die Eltern, die alleinerziehend sind oder beide Elternteile arbeiten, bedeutet es auch eine "verläßliche" Schulzeit an bis zu vier Tagen in der Woche.
Nach den Herbstferien sollen die Eltern von der Schule einen Fragebogen zugeschickt bekommen, damit der genaue Bedarf ermittelt werden kann.
Vorweggenommen:
Mit deutlicher Mehrheit sprachen sich die Eltern, die an der Veranstaltung teilnahmen, nach einer angeregten Diskussion und bei der die Mitglieder des Arbeitskreises die Fragen der Eltern beantworteten, für eine Ganztagsschule aus.

Übrigens:
Z. Zt. gibt es 144 Ganztagsschulen, 7 davon im Regierungsbezirk Lüneburg. Weitere Informationen zum Thema Ganztagsschule erhalten unter den aufgeführten Internetadressen.
-wh-
02.10.2002

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