53 Seelsorger begleiten
Castor-Transport nach Gorleben

 
Lüneburg.
Als Seelsorger und Vermittler werden 53 Pastorinnen und Pastoren sowie Mitarbeitende der Kirche den nächsten Castor-Transport nach Gorleben begleiten.
Ihr Ziel sei es für Gewaltfreiheit einzutreten, sagte der Lüneburger ev.-luth. Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen am Montag.
Der Castor-Transport wird voraussichtlich in der kommenden Woche nach Gorleben rollen.

Die Entscheidung für den Transport belaste das politische und psychologische Klima in der Region schwer, sagte Jantzen. Die Atmosphäre sei angespannt.
Viele befürchteten eine Eskalation der Gewalt.
Sein Respekt gelte sowohl den Polizistinnen und Polizisten, die für den sicheren Transport zu sorgen hätten, als auch denjenigen, die " mit guten Gründen" dagegen demonstrierten, so der Landessuperindent.
Jantzen unterstrich die Forderung der evangelischen Kirche, Castor-Transporte nach Gorleben bis zu einer abschließenden Klärung der Endlager-Frage auszusetzen.
Die veränderte weltpolitische Lage nach den Terroranschlägen in den USA gebe Anlass zu besonderer Sorge. Der Umstieg aus der Kernenergie in fehlerfreundlichere Formen der Energiegewinnung müsse schneller als geplant erfolgen.-epd-

08.11.2001
 
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