Bürgerinitiative fordert Absage des
Castortransports

 
Gorleben.
Atomkraftgegner haben die Absage des für den Herbst geplanten Castortransportes nach Gorleben verlangt.
Es sei absehbar, dass der Schutz der Atommüllbehälter in der gegenwärtigen politischen Krise ein "Höchstmaß an Repression" gegen die Bürgerproteste zur Folge haben werde, sagte der Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, Wolfgang Ehmke.

Das Festhalten am Transporttermin sei eine "unzumutbare Belastung" für alle Beteiligten.
Ehmke verwies darauf, dass die baden-württembergische Landesregierung nach den Terroranschlägen alle für dieses Jahr angekündigten Castortransporte aus diesem Bundesland abgesagt hat.
Dagegen halte Niedersachsen starrsinnig an dem Transport ins Wendland fest.

Aus der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague sollen vermutlich Anfang November sechs Behälter mit verglastem Atommüll in das Zwischenlager Gorleben gebracht werden.
Ende März hatten im Kreis Lüchow-Dannenberg rund 20.000 Menschen Tage lang gegen Castortransporte protestiert.
-epd-

04.10.2001

 
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