Anti-Castor-Demo Sonnabend im Lüneburger Liebesgrund |
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Lüneburg. Die Großkundgebung gegen den Castor-Transport wird am Sonnabend, 10. November, von 12.30 bis 15 Uhr im Lüneburger
Liebesgrund abgehalten. Das hat jetzt das Aktionsbündnis Castor der Stadt Lüneburg mitgeteilt. ABC erwartet rund 10000 Teilnehmer. Sie
treffen sich um 10 Uhr auf den Sülzwiesen und ziehen durch die Innenstadt. ,,Verkehrsbehinderungen und die Umleitung von Bus-Linien
sind nicht zu verhindern“, sagt Fachbereichsleiterin Andrea Schröder-Ehlers.
Den Liebesgrund hatte die Stadt dem Aktionsbündnis als einen Alternativ-Standort angeboten. Ursprünglich wollte ABC vor der Bezirksregierung und auf der Reichenbachkreuzung demonstrieren. Weil das aber zu Verkehrschaos und Behinderung für Rettungs- und Sicherheitskräfte führen würde, hat die Stadt dies untersagt, das Verwaltungsgericht hat dies bestätigt. Oberbürgermeister Ulrich Mädge sagt: ,,Die Versammlungsfreiheit ist ein hohes Gut unserer Demokratie, das sehe ich wohl. Trotzdem fordere ich die Castor-Gegner auf, friedlich wie in den vergangenen Jahren in Lüneburg zu demonstrieren.“ Mädge sieht Lüneburg mehr und mehr im Zentrum der Anti-Castor-Aktionen. Wie schon bei den vorherigen Kundgebungen im Clamartpark wird die Stadt dadurch nicht nur mit erheblichen Kosten für Personal und Aufräumarbeiten belastet. Während der Großdemonstrationen werde letztlich die ganze Innenstadt blockiert, das führt zu Einnahmeverlusten bei Händlern und Gastronomen und so auch zu Steuereinbußen für die Stadt. ,,Angesichts dieser Folgen kann ich hier nur eindringlich an den Innenminister appellieren, Lüneburg dafür einen Ausgleich zu zahlen. Wir können diese Kosten nicht alle halbe Jahr tragen.“ Folgende Route ist für die Demonstration angemeldet. Von den Sülzwiesen marschieren die Demonstranten zum Lambertiplatz, weiter über die Sülztor-, Linden- und Rote Straße zum Platz Am Sande. Dort teilt sich der Zug: Eine Hälfte geht durch die Bäckerstraße zum Marktplatz. Eine durch die Grapengießerstraße, Neue Sülze zum Ochsenmarkt. Von dort geht es über die Bardowicker Straße in den Liebesgrund. Die Bardowicker Straße wird bereits von 9 Uhr an gesperrt. Das heißt: Die Marktbeschicker können noch über diese Straße zum Markt fahren, die Kunden können allerdings den Markt nur noch zu Fuß oder mit Rad erreichen. Die Möglichkeit, an Markttagen zum Be- und Entladen mit dem Auto vorzufahren, ist Sonnabend nicht gegeben. Auch Anlieger können während der Sperrung, die bis ungefähr 17 Uhr dauern wird, die Bardowicker Straße, und von dort auch Baum- oder Lünerstraße nicht anfahren. Das Anwohnerparken im östlichen Teil der Hindenburgstraße, an der Bardowicker Straße, der Garlopstraße und der Julius-Wolff-Straße ist Sonnabend von 9 bis voraussichtlich 17 Uhr aufgehoben. Auch die Kurzparkzone an der Reichenbachstraße ist gesperrt. Und folgende Umleitungen gelten Sonnabend für den Busverkehr: Wegen der angekündigten Castor-Demo können die Bushaltestellen an der Bardowicker Straße (Am Markt und vor der Löwenapotheke) von den Linien 2, 10 und 14 nicht bedient werden. Von der Goseburg bzw. vom Kreideberg kommend werden die Linien 10 und 14 über Hindenburgstraße, Springintgut, und Graalwall wieder zu ihrem gewohnten Linienweg in der Neuen Sülze geführt. Für die Linie 2 aus Bardowick bleibt in dieser Richtung alles beim Alten.
Vom Bahnhof kommend geht es dagegen für die Linien 2, 10 und 14 direkt, unter Auslassung der Haltestelle Am Sande, über
Schießgrabenstraße, Schifferwall und Reichenbachstraße auf die gewohnten Fahrtrouten. Zentraler Einstiegspunkt für Innenstadtbesucher
ist an diesem Tag die Haltestelle am Reichenbachplatz, zum Parkplatz Bezirksregierung hin. Schröder-Ehlers: ,, Auch auf anderen Routen
kann es leider zu Verzögerungen kommen, wenn der Verkehr für den Demonstrationszug kurzfristig angehalten wird.“
(Sp) |
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