Stadt macht Auflagen für Castor-Demonstration

 
Lüneburg. Die Stadt Lüneburg hat Montag, 29. Oktober, eine Demonstration des Aktionsbündnisses Castor (ABC) gegen den bevorstehenden Atommülltransport nur unter Auflagen zugelassen. Vor allem der Platz vor der Bezirksregierung als Hauptveranstaltungsort für die Demo, zu der laut Veranstalter rund 10000 Teilnehmer kommen, ist aus Sicht der Stadt nicht haltbar.

Die Atomkraftgegner wollen am 10. November gegen den nächsten Castor-Transport vor der Bezirksregierung demonstrieren. Dieser Ort wird von den Demo-Anmeldern gewünscht, weil die zuständige Behörde wegen des Transportes die Versammlungsfreiheit in einem Korridor entlang der Strecke eingeschränkt hat.
Die Stadt Lüneburg dagegen hält eine Demonstration vor der Bezirksregierung für nicht umsetzbar, weil dadurch die Fahrtwege für die Rettungs- und Sicherheitskräfte blockiert wären. Denn durch die Demonstration würde die Hauptverkehrsader gekappt, der Stadtring. ,,Als Folge könnten die Feuerwehr, die Polizei, die direkt an der Bezirksregierung sitzt, und auch die Rettungskräfte nur über große und zeitraubende Umwege zu Einsätzen ausrücken, dadurch könnten Menschenleben gefährdet werden“, erklärt Fachbereichsleiterin Andrea Schröder-Ehlers.

Die Stadt bietet dem Bündnis ABC jetzt als alternative Veranstaltungsorte zum einen den Liebesgrund an, der dicht an der Bezirksregierung liegt, und zum anderen den Clamartpark. ,,Gerade der Park hat sich bei den letzten beiden Großdemonstrationen gegen Castor-Transporte als guter Veranstaltungsort bewährt, und er liegt direkt in der Innenstadt.“

Angemeldet wurde von ABC folgender Verlauf: Beginn der Demonstration um 10 Uhr auf den Sülzwiesen. Von dort will das Bündnis durch die Innenstadt zur Bezirksregierung gehen. (sp)

(Stadt Lüneburg)
29.10.2001

 
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