Kreisweit brennen Barrikaden |
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Bäume gefällt - Straßen blockiert - Bekennerbrief mit Anti-Castor-Parolen
jg Lüchow. Großalarm für Feuerwehren und Polizei: Gestern früh gegen 3 Uhr loderten auf sieben Hauptstraßen im Kreisgebiet die Flammen. Unbekannte Straftäter hatten Barrikaden aus Strohballen, Bäumen und Autoreifen errichtet und sie angesteckt - vermutlich als Protest-Aktion im Vorfeld des kommenden Castor-Transportes, denn: Gestern ging bei der EJZ ein Bekennerbrief zu den nächtlichen Feuer-Anschlägen ein, und in ihm geißt es: »Wir machen den Landkreis dicht . ..wegen des anstehenden Castor-Transportes, vor allem wegen der dazu benötigten und gerade anrollenden Besatzungskräfte, BGS und Polizei». Angekündigt wird: »Wir barrikadieren für den sofortigen Ausstieg - Aufruhr und Widerstand, es gibt kein ruhiges Hinterland!». Unterschrieben ist der Wisch: »Ali Baba und die 40 RäuberInnen». Fast Zeitgleich wurden die Barrikaden gemeldet: Auf der Bundesstraße 191 bei Quickborn waren Strohballen und Bretter quer über die Fahrbahn gelegt, alles brannte. Zudem hatten die Chaoten, die dies verübten, die Baustellenampel auf Dauerrot geschaltet. Ebenfalls auf der B 191, bei Zernien, brannte Stroh. Sechs Bäume hatten Straftäter an der B 71 bei Bergen gefällt und quer über die Fahrbahn gelegt. Auf der B 216 bei Metzingen erhellte brennendes Stroh die Nacht. Auch unweit Schmarsau brannten Ballen auf der Landesstraße - desgleichen auf der Landesstraße bei Laase, und auch dort hatten kriminelle Elemente sechs Bäume umgesägt und über die Fahrbahn gerollt. Unweit Zarenthien loderte Feuer auf der Bundesstraße 493: Acht mit Benzin gefüllte Autoreifen brannten dort - und auch Strohballen. Vor einigen der Barrikaden hatten die nächtlichen Brandstifter rotweißes Trassenband gespannt und Warndreiecke aufgestellt. Das Treiben der Chaoten riss die Freiwilligen von
fünfFeuerwehren aus dem Schlaf: In Dannenberg, Gülden, Groß Witzetze,
Metzingen, Laase und Gorleben gab es Alarm. Getroffen von der»Aktion» wurden
letztlich die Steuerzahler: Auf ihre Kosten hat die Straßenmeisterei mittlerweile
die Reste der Brandstiftungen beseitigt. |
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