Castoren rollen früher?

 
BI Umweltschutz: "Wir sind schon da!"
Mit einem November- oder Dezembertermin für den nächsten Castortransport nach Gorleben hatten die Atomkraftgegner/innen im Wendland ohnehin nicht gerechnet, schließlich müssten in der dunklen Jahreszeit auch die Geldtransporte vor der Einfühung des Euro rollen.
Die Polizei habe dann keine Zeit mehr für die Atommüllabfuhr, von daher ist die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg nicht überrascht, dass der 31. Oktober das mögliche Zeitfenster für den nächsten Sixpack aus La Hague markiert.
"Rollt der Transport gleich nach den Wahlen im September, sind wir schon da", sagte die BI-Vorsitzende Edelgard Graefer zu dem Terminspielen.

Bedenklich in der Stellungnahme des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) sei, dass das Land Niedersachsen sehr wohl Einfluss hat auf die Abwicklung der Transporte. "Ein Nein des niedersächsischen Innenministers Bartling zu den Transporten, weil diese polizeilich nicht sicherbar seien, wäre also möglich", liest die BI Umweltschutz aus der BfS-Erklärung heraus, die ausdrücklich erwähnt, dass Bartling mittlerweile - nach anfangs gegenteiligen Äußerungen - keine Probleme mehr darin sehe, noch einmal so viel Polizei zur Transportsicherung zusammenzuziehen und ins Wendland zu verlegen.
(Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.)
16.06.2001

 
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