Rot-Grün gewährleistet den weiteren Reaktorbetrieb |
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"Überlange Laufzeiten bei gleichzeitiger Übertragbarkeit von Atomstromkontingenten
und die Fortsetzung der Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente sind die
Kerne des Atomkonsenses. Deshalb sagen wir, der Atomkonsens ist eine
Mogelpackung: versprochen wird der Atomausstieg, in Wirklichkeit reiben sich die
Manager die Hände und freuen sich über den Deal" - Harsch fällt die Kritik der BI
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg aus, für die Gorlebengegner/innen ist die heutige
Unterschrift ein Unterwerfungsgeste. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: "Rot-Grün
unterwirft sich den Interessen der Wirtschaft."
Es habe lange gedauert, bis die Stromwirtschaft ihre Unterschrift unter das
Konsenspapier gesetzt hat. "Rot-Grün musste unter Beweis stellen, dass
Castortransporte gegen Massenproteste wie im Wendland, gegen die widerspenstigen
Bürgerinitiativen und Umweltverbände polizeilich durchgesetzt werden", diagnostiziert
die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. "Damit die Atommeiler nicht am Müll ersticken, werden bis zum Jahr 2005 jährlich 40 bis 50 Castortransporte in die Plutoniumfabriken La Hague bzw. Sellafield geschickt, im Gegenzug sollen jährlich 12 Behälter mit den hochradioaktiven Betriebsabfällen aus La Hague nach Gorleben rollen, das halten wir für völlig unverantwortlich", sagte Ehmke. Einziger Hoffnungsschimmer aus Standortsicht sei das Endlagermoratorium. "Auch wenn wir an der Redlichkeit der Akteure Zweifel haben, so wird die Chance eröffnet, den Ausbau des Salzstocks Gorleben definitiv zu beenden," kommentiert die BI.
Angesichts der klaren Haltung von Rot-Grün würden Protest und Widerstand im
Wendland weitergehen. Mit Blick auf das Wahljahr 2002 gibt sich die BI kämpferisch:
"Mal sehen, wem die Puste ausgeht!"
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