BI: "Keine Annäherung und keine Bewegung"

 
by Waddeweitz. »Kein Angebot, keine Annäherung, keine Bewegung» - so resümiert Wolfgang Ehmke von der Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) das Gespräch mit Claudia Roth und Fritz Kuhn am Donnerstagnachmittag in Waddeweitz. Auch wenn die Bürgerinitiative diesmal nicht mit ihren Argumenten durchgedrungen sei, werde man weiter bereit sein, solche Gespräche zu führen und Überzeugungsarbeit zu leisten.

Denn die Grünen müssten sich spätestens vor der nächsten Wahl überlegen, ob sie ihre Klientel auch richtig bedient hätten. Ehmke fragt sich, wie offen Kuhn und Roth ihre Fahrt ins Wendland angetreten haben, oder ob sie bloß einen »Artigkeitsbesuch» hinter sich bringen wollten.

Der BI-Sprecher wirft dem Grünen-Bundesvorstand »politischen Opportunismus» vor. Wenn, wie offensichtlich sei, Wahltermine die Transporttermine bestimmen könnten, dann erwartete er erst recht, dass auch Sachargumente bei der Festlegung oder Nicht-Festlegung von Castor-Transporten eine Rolle spielen sollten.

Irritiert ist der BI-Sprecher, dass die dokumentierten Grundrechtsverletzungen während des Castor-Transportes im März von Seiten der Grünen nur zu »Beobachtungsrunden» führen sollen. Dabei müsste das Thema »Beschädigung von Demokratie» doch ein politisches Pfund für die Bundes-Grünen sein.

Gut kommt bei der BI die Haltung der Landes-Grünen zum Atomkonsens weg, weil diese auch dessen Schwachpunkte deutlich machten.
(Elbe-Jeetzel-Zeitung)
02.06.2001

 
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