Atomtransport nach La Hague |
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Hamburg/Stade/Brunsbüttel (dpa) - Begleitet von Demonstrationen und
Gleisblockaden sind Atommülltransporte aus den Kraftwerken Stade und
Brunsbüttel in der Nacht zum Dienstag auf den Weg in die französische
Wiederaufbereitungsanlage La Hague gebracht worden.
Die zwei Züge mit den abgebrannten Brennelementen waren zunächst zum Rangierbahnhof Maschen im Süden von Hamburg gebracht und dort zusammengekoppelt worden. Gegen 4.40 Uhr verließ der Zug Maschen Richtung Süden. Die erste Etappe des Transports bis nach Maschen war nach Angaben des Bundesgrenzschutzes bis auf eine Ausnahme weitgehend störungsfrei verlaufen. In der Stader Innenstadt hatten sich zwei Aktivisten der Umweltorganisation Robin Wood gegen 1.40 Uhr mit einem Rohr an das Gleis gekettet und so 70 Minuten lang die Weiterfahrt des Transportes verhindert. Einsatzkräfte durchtrennten ein Gleis, um die Männer zu befreien. Die beiden Aktivisten sowie zwei Helfer wurden in Gewahrsam genommen, sagte ein BGS-Sprecher. Der Zug konnte daraufhin seine Fahrt fortsetzen und erreichte gegen 3.40 Uhr Maschen. Knapp zwei Stunden zuvor - gegen 2.00 Uhr - war bereits der Transport aus Brunsbüttel in Maschen eingetroffen. Dieser Transport hatte die Strecke ohne Behinderungen passiert. In Niedersachsen blockierten Atomkraftgegner dann mehrfach die Zugstrecke. Rund 40 Demonstranten besetzten zunächst in Lüneburg die Gleise. Die Demonstranten hätten eine Polizeisperre durchbrochen, sagte ein Sprecher des Bundesgrenzschutzes. Einsatzkräfte von Polizei und BGS gingen daraufhin gegen die Atomkraftgegner vor und räumten die Gleise. Nur wenig später wurden bei Suderburg südlich von Uelzen erneut Gleise blockiert. Auch diese Blockade wurde von Polizei und Bundesgrenzschutz schnell geräumt. Gegen 6.40 passierte der Zug dann Suderburg. Mehrere hundert Atomkraftgegner hatten zuvor bis in die Nacht hinein in Hamburg-Harburg gegen die Transporte demonstriert. Die Kritik richtete sich auch dagegen, dass der Atomtransport in Hamburg durch dicht besiedeltes Stadt-Gebiet führte. Nach Angaben der Polizei verliefen die Proteste aber ohne größere Zwischenfälle.
Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace befanden sich sechs
abgebrannte Brennelemente aus Stade mit einem Gewicht von etwa zwei Tonnen
und insgesamt 34 Brennelemente aus Brunsbüttel (4 bis 5 Tonnen) in den
Waggons. |
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