Nächste Woche rollt der nächste Castor...

 
Vom Atomkraftwerk Brunsbüttel aus sollen vermutlich am nächsten Dienstag zwei Behälter mit abgebrannten Brennelementen zur französischen Plutoniumfabrik in La Hague rollen. Die Route des Castortransports führt auf der Güterumgehungsbahn mitten durch Hamburger Wohngebiet nach Maschen, wo sie mit einem weiteren Castorbehälter aus dem AKW Stade gekoppelt werden.

Diese Transporte leiten für die norddeutschen AKWs eine neue Welle von Castortransporten ein, allein für Stade seien beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) weitere 7 Transporte allein für dieses Jahr beantragt, erfuhr die BI Umweltschutz Lüchow-Danenberg.

"Der Gorleben-Transport war die Voraussetzung dafür, dass die deutschen AKW-Betreiber ihren Atommüllstau zügig abbauen. Jeder Castor nach Frankreich oder England ist ein Castor nach Gorleben, denn der Atommüll kommt wie ein Bumerang wieder zurück", wamt die BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Deshalb werden Atomkraftgegner/innen aus dem Wendland sich am kommenden Dienstag auch engagieren und sich auf den Weg nach Harburg machen.

Der Bahnhof Harburg ist ein Knotenpunkt. Allerdings heißt es früh aufstehen, der Castorzug könnte bereits am frühen Morgen gegen 6 Uhr Harburg passieren. Treffpunkt ist für alle Quersteller/innen der Harburger Rathausplatz, wo ab 8 Uhr alle zwei Stunden kurze Reden gehalten und Aktionsabsprachen getroffen werden. Mitfahrgelegenheiten und Rückfragen zum Aktionskonzept sind an das BI-Büro in Lüchow zu richten.
(Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.)
09.05.2001

 
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