Schon wieder: Seerauer Bahnbrücke besetzt! |
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Proteste gegen weitere Castortransporte weiten sich aus
Pünktlich um 18.39 Uhr fuhr der Regionalzug RB 25813 von Hitzacker ab, aber er kam nicht weit. Auf der "berühmten" Seerauer Bahnbrücke, deren castortauglicher Neubau im Herbst des vergangenen Jahres sogar für diplomatische Verwicklungen geführt hatte und immer wieder von Protest begleitet wurde, stoppte der Zug. Die Notbremse war gezogen worden. Rund fünfzig Atomkraftgegner/innen stiegen kurzzeitig auf der Brücke aus, um gegen den Abtransport von abgebrannten Brennelementen aus dem AKW Neckarwestheim in die britische Plutoniufabrik Sellafield zu protestieren. Die Wiederaufnahme des Atommülltourismus an einen der "dreckigsten Plätze der Nuklearindustrie" ist für den Dienstag geplant. Mit dem Stopp auf der Castorbrücke sollte die Solidarität mit den Quersteller/innen in Süddeutschland zum Ausdruck gebracht werden. Die Besatzung von drei BGS-Bullis stieg nach dem Zwischenstopp in den Regionalzug und versuchte vergeblich, nach Ankunft des Zuges in Dannenberg die Ausgänge zu versperren, um die Personalien aller Zugreisenden aufzunehmen. Die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg wird sich verstärkt in Stade engagieren. Auch dort ist mit der Wiederaufnahme von Castortransporten in eine Wiederaufarbeitungsanlage zu rechnen. Vermutet wird ein Termin für den Abtransport abgebrannter Brennelemente nach La Hague Anfang Mai, um einen Entsorgungsinfakt im AKW Stade zu vermeiden. Auch im AKW Brunsbüttel laufen die Vorbereitungen für die Beladung von zwei Transportbehältern an, deren Zielort ist ebenfalls La Hague.
Ein Koordinierungstreffen für alle Interessierte findet am Donnerstag, den 3. Mai im
Gasthof Meuchefitz statt.
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