Neuer Castortransport für Gorleben angemeldet |
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BI: "Eine Provokation der Atomwirtschaft"
Die Wogen um den letzten Castortransport nach Gorleben haben sich noch nicht geglättet, da meldet die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) für die Zeit zwischen September bis Dezember des Jahres den nächsten "Sixpack" aus La Hague ins Wendland beim Bundesamt für Strahlenschutz an. "Business as usual ist das nicht, sondern eine offene Provokation der Atomwirtschaft", heißt es in einer ersten Stellungnahme der BI Umweltschutz. Atomtransporte nach Gorleben seien politisch nicht mehr durchsetzbar, es sei denn um den Preis des Ausnahmezustands für die Region. Im Gegenzug sollen in der nächsten Woche abgebrannte Brennelemente aus deutschen Reaktoren wie Philippsburg nach Frankreich rollen. "Die Politik duckt sich weg, Rot-Grün sorgt für den reibungslosen Weiterbetrieb der Atomkraftwerke und die Atomwirtschaft diktiert das Geschehen", wirft die BI den politisch Verantwortlichen vor.
"Also starten wir durch und werden im Herbst für den nächsten Denkzettel sorgen",
kündigte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Die Atomkraftgegner/innen im Wendland
setzen darüberhinaus auf Ansteckung. Auch in Süddeutschland rege sich Protest gegen
die Wiederaufnahme der Transporte nach La Hague, die französischen
Anti-AKW-Initiativen und auch die Schwesterpartei der deutschen Grünen, les Verts,
mobilisierten gegen die Fortsetzung des Atommüllverschiebens nach Frankreich, weiß
die Bürgerinitiative.
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