Gemeinnützigkeit von Greenpeace überprüfen |
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Die heutige Forderung der norddeutschen Innenminister, angesichts der Castor-Proteste die Gemeinnützigkeit von Greenpeace zu überprüfen, kommentiert Fouad Hamdan, Sprecher von Greenpeace Deutschland:
Hamburg. - "Greenpeace hat das moralische und legitime Recht, gemeinsam mit anderen friedlich gegen den verantwortungslosen Weiterbetrieb von Atomkraftwerken zu protestieren. Greenpeace und andere Nichtregierungs-Organisationen sind in unserer Demokratie eine Kontrollinstanz zum Schutz der Umwelt, die so von vielen Menschen gewünscht und unterstützt wird. Das "Nadelöhr": Greenpeace-Aktivisten besetzten am 27. März die Brücke über die Jeetzel. Mit ihrer Forderung nach Prüfung der Gemeinnützigkeit von Greenpeace und Robin Wood wollen die Innenminister vom eigentlichen Problem ablenken: von der ungelösten Frage der Entsorgung von Atommüll. Die horrenden Kosten für die Sicherung der Atommüll-Transporte müssen von den Stromkonzernen bezahlt werden, die diesen Müll in ihren Atomkraftwerken erzeugen, und nicht von denjenigen, die gegen diesen atomaren Wahnsinn protestieren!
Die friedlichen Anti-Castor-Demonstranten im Wendland - und das waren 95 Prozent - haben mit der kleinen, gewaltbereiten Minderheit von Protestierenden nichts zu tun. Sie alle in einen Topf zu werfen, ist ein Versuch, die Anti-Atom-Bewegung einzuschüchtern, und das wird nicht gelingen. Greenpeace wird auch in Zukunft solange gegen die gefährlichen und verantwortungslosen Atom-Transporte demonstrieren, bis ein echter und zügiger Atomausstieg erreicht ist. Laufzeiten von bis zu 30 Jahren für Atomkraftwerke und die Tatsache, dass es weder eine unterschriebene Vereinbarung noch ein Gesetz über den Atomausstieg gibt, fordern Proteste geradezu heraus."
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