SG-Bürgermeister Schröder rügt Bartling und Schily |
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jg Dannenberg. »Verraten und verkauft» fühlt sich
Dannenbergs Samtgemeindebürgermeister Harring Schröder (SPD) durch die Äußerungen von
Niedersachsens Innenmi-nister Heiner Bartling (SPD) und seinem Bundeskollegen Otto Schily (SPD)
zum Castor-Transport (wir berichteten). Es hätte nur noch gefehlt, dass Demonstranten - wie damals
von Minister Kanter - als »unappetitliches Pack» bezeichnet worden wären.
»Diese pauschale Verunglimpfung des hiesigen Widerstandes weise ich ganz entschieden zurück», betont Schröder in einem Brief an die SPD-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Peter Struck, und im Niedersächsischen Landtag, Axel Plaue. Der Samtgemeinderat Dannenberg habe gemeinsam mit der Polizei im Vorfeld des Transportes sehr viel für die Deeskalation getan, heißt es da, und: Die »Wendländer» erwarten, dass die Regierungspräsidentin, der Innenminister, der Umweltminister und weitere Verantwortliche in Sachen Castor nicht nur mit der Polizei über polizeiliche Maßnahmen sprechen und diese lobt.
Vielmehr erwarte man auch einen Dialog mit den hier gewählten Kommunalpolitikern. Die
Lüchow-Dannenberger erwarten von der Politik, dass endlich Ernst gemacht wird mit der Erkundung
wirklich endlagerfähiger Standorte, unterstreicht Schröder »Solange wir mit der Angst leben müssen, mit
jedem Castor-Transport weiter verstrahlt zu werden, wird es den - hoffentlich auch künftig friedlichen -
Widerstand hier geben», schreibt der SG-Bürgermeister und mahnt seine Parteifreunde: Diese dürften
nicht hoffen, dass die SPD-Mitglieder in Lüchow-Dannenberg die Partei verlassen und sich abspalten -
wie die GLW von den Bündnisgrünen. Die SPD-Mandatsträger in der Region erwarten aus Hannover
und Berlin solidarische Hilfe, fordert Schröder.
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