Atomkonsens auf der Kippe - noch nie war der Ausstieg so nahe |
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Gemeinsam rufen die Umweltverbände und Initiativen Bund für Umwelt
und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace, Robin Wood und
X-tausendmal quer Bundeskanzler Gerhard Schröder auf, unverzüglich
ins Wendland zu kommen und mit ihnen über den Atomausstieg zu
verhandeln. Der gewaltfreie Widerstand zehntausender von Menschen und
die daraus resultierende Erschöpfung der Polizeikräfte zeigen
unmissverständlich, dass der sogenannte Konsens zwischen
Bundesregierung und Atomindustrie, auf dem die derzeit stattfindenden
Castor-Transporte fußen, kein Konsens mit der Bevölkerung ist. Daher
muss sichergestellt werden, dass die Wiederaufarbeitung sofort
gestoppt und kein weiterer Castor-Transport nach Gorleben rollen
wird. Renate Backhaus, atompolitische Sprecherin des
BUND-Bundesvorstandes: Veit Bürger, Atomexperte von Greenpeace: "Bundeskanzler Gerhard Schröder und die gesamte Bundesregierung sollten sich bewusst darüber sein, dass unser gewaltfreier Widerstand gegen diese verfehlte Energiepolitik und die damit zusammenhängenden Atommülltransporte andauern wird. Jede Bundesregierung muss sich klar sein, dass sie in einen Dauerkonflikt mit der Bevölkerung tritt, wenn sie nicht unverzüglich den Ausstieg realisiert." Jürgen Sattari, Vorstandssprecher von Robin Wood: "Robin Wood hat gestern eindrucksvoll bewiesen, dass ein Umweltschutzverband mit einfachsten Mitteln und geringem Aufwand in der Lage ist, einen Atommülltransport über Stunden aufzuhalten. Wir werden jeden weiteren Transport ähnlich effektiv zu verhindern wissen."
Wiebke Herding, Pressesprecherin von X-tausendmal quer: "Noch
einmal darf ein solcher Transport nicht durchgeführt werden. Über 200
Millionen Mark für einen Atomtransport sind zu viel. 15 000
Polizistinnen und Polizisten sind bis an die Grenzen der Erschöpfung
ausgenutzt. Und immer wieder wird sich X-tausendmal quer dem Castor
entschlossen in den Weg stellen."
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