Der Widerstand ist nicht befriedet |
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ROBIN WOOD bilanziert spektakuläre Ankettungsaktion vor dem CASTOR-Zug und dankt für überwältigende Solidaritätsbekundungen
ROBIN WOOD hat heute im Rahmen einer Pressekonferenz zu den politischen Konsequenzen des CASTOR-Transportes Stellung genommen. Gleichzeitig wies die Umweltorganisation Behauptungen der vergangenen Tage zurück, die ihr öffentlich Anstiftung zu Straftaten unterstellt hatten. ROBIN WOOD-Vorstandssprecher Jürgen Sattari wertete die spektakuläre Ankettungsaktion, die den Transport fast einen Tag lang aufgehalten hatte, als Erfolg. Sattari: "Die Menschen im Wendland und die ROBIN WOOD-AktivistInnen haben mit ihren Protesten gemeinsam erreicht, dass die Diskussion um den völlig unzureichenden Atomkonsens nun wieder aufgebrochen ist. Die Befriedung des Widerstandes gegen die Atomenergie, die die rot-grüne Bundesregierung anstrebt, ist ihr nicht gelungen. Die Solidaritätsbekundungen ungezählter Menschen, die wir seit der Aktion aus der ganzen Bundesrepublik und auch aus dem Ausland erhalten haben, ist einfach überwältigend. Die Strahlenbiologin Bettina Dannheim, Energiereferentin bei ROBIN WOOD, erläuterte zu den energiepolitischen Zielen von ROBIN WOOD: "Wir fordern weiter den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie und werden dies auch in Zukunft mit phantasievollen Aktionen bekräftigen.Schon in den nächsten Wochen sollen wieder Atomtransporte ins Ausland stattfinden. Es ist unverantwortlich, den Menschen in Frankreich oder auch Großbritannien weiterhin die Anlieferung deutschen Atommülls zuzumuten." Entschieden wies die seit 18 Jahren als gewaltfrei und kreativ bekannte Umweltschutzorganisation falsche Behauptungen von PolitikerInnen zurück. So war der stellvertretende Pressesprecher des niedersächsischen Innenministeriums, Michael Knaps, am Donnerstag von der Nachrichtenagentur AP mit der Behauptung zitiert worden, dass ROBIN WOOD "zu den Straftaten aufgefordert hat", weshalb geprüft werden müsse, ob der Verein weiter als "gemeinnützig" gelten könne. Knaps hat heute - nach einer Bitte um Klarstellung - schriftlich gegenüber ROBIN WOOD erklärt, eine solche Behauptung nicht aufgestellt zu haben. Der Bremer Rechtsanwalt Reinhard Engel nannte die Ankettungsaktion der ROBIN WOOD-AktivistInnen eine "Aktion des zivilen Ungehorsams" und erinnerte daran, dass Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) sich früher selbst an Blockadeaktionen beteiligt und anschließend auch öffentlich dazu gestanden habe. Engel wunderte sich über jüngste "Scharfmacherparolen" Schilys, der den AktivistInnen und ROBIN WOOD hohe Schadensersatzansprüche angedroht hatte. Engel: "Wie die Aktionen im Wendland rechtlich zu bewerten sind, entscheidet im demokratischen Rechtsstaat nicht der Bundesinnenminister. Dafür sind Gerichte zuständig." Zur finanziellen Unterstützung der AktivistInnen, die an der Ankettungsaktion beteiligt waren und nun mit juristischen Stellungnamen bedroht werden, hat die Umweltorganisation inzwischen ein Rechtshilfekonto eingerichtet.
Das Konto bei der Dresdner Bank trägt die Bezeichnung
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