Verkehrsprobleme durch Castor-Demo in Lüneburg

 
Lüneburg. Autofahrer müssen Mittwoch, 13. November, vom frühen Morgen an wegen des Atommüll-Transports ins Zwischenlager Gorleben mit Verkehrsproblemen auch in Lüneburg rechnen. Fachbereichsleiterin Andrea Schröder-Ehlers von der Stadt: ,,Der Zug mit den Castor-Behältern passiert vermutlich Mittwoch den Lüneburger Bahnhof auf der Fahrt ins Wendland. Es muss damit gerechnet werden, dass es zu Protestaktionen durch Atomkraftgegner kommt. Als Folge könnten auch Straßen blockiert oder von der Polizei aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.“

Vor allem das Quartier rund um den Bahnhof ist aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre besonders betroffen. Verkehrsteilnehmer sollten deswegen die Bleckeder und Dahlenburger Landstraße sowie den östlichen Stadtring umfahren und mehr Zeit einplanen. Auch im Busverkehr kann es zu Verzögerungen kommen.

Wie am Montag ist auch für Mittwoch, 15 Uhr eine Castor-Demonstration in Lüneburg angemeldet. Dafür hat die Stadt Dienstag die ursprünglich vereinbarte Demo-Route geändert. Den Grund nennt Schröder-Ehlers: ,,Bei der Demonstration am Montag ist es mehrfach zu Verstößen gegen die vereinbarten und vom Verwaltungsgericht bestätigten Auflagen gekommen. Vor allem wurde der Stadtring durch Zwischenkundgebungen, die untersagt waren, blockiert. Wichtige Rettungswege wurden so versperrt.“ Deswegen hat die Stadt jetzt für die Demonstration am 13. November die Auflage gemacht, dass die Route vom Platz Am Sande über die Straße Bei der St. Johanniskirche in die Ilmenaustraße und weiter über die Straßen An den Brodbänken und Am Markt sowie die Bäckerstraße zurück zum Sand führt.
(sp)
12.11.2002

 
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