Castor schon am Morgen an deutsch-französischer Grenze erwartet

 
Süddeutsche Anti-Atom-Initiativen bereiten sich auf Aktionen vor
Der aktuelle Castor-Transport von La Hague nach Gorleben wird möglicherweise zeitiger als erwartet die deutsch-französische Grenze passieren. Die sechs Behälter verließen schon am Sonntag, 19.30 Uhr den Verladebahnhof Valognes nahe La Hague und werden ab 10.00 Uhr in Lauterbourg erwartet.

Nachdem der Castor-Termin bis zuletzt nicht von offizieller Seite bestätigt wurde, gab letztlich ein erwarteter Streik den Ausschlag für die Abfahrt. In der nordfranzösischen Stadt Caen wollen die Bahnarbeiter am Montag die Arbeit niederlegen. Unklar ist noch, ob die Behälter nach der Ankunft in Lauterbourg die Grenze sofort überqueren. In der Vergangenheit passierten die Behälter in der Regel erst am Nachmittag die Grenze.

Verzögert wurde der Abtransport in Valognes zunächst durch eine Ankettaktion von zwei Anti-Atom-Aktivisten, die den Zug eine halbe Stunde aufhielten. Zuvor hatte Greenpeace einen Bahnhofsmast der französischen Bahn SNCF besetzt und einige Meter Schienen Gelb lackiert. Der Castor-Transport konnte den Bahnhof Valognes zudem nur in Schrittgeschwindigkeit verlassen, weil einige Dutzend AtomkraftgegnerInnen auf den Gleisen protestierten.

Für den Montag bereiten sich die südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen mit verschiedenen Aktionen auf den Transport vor. Zurzeit befinden sich in Wörth etwa 100 AtomkraftgegnerInnen auf einer Mahnwache. Außerdem befindet sich in Maximiliansau West eine Info-Anlaufstelle. Weiterhin ist mit Störaktionen und Castor-Blockaden zu rechnen.
11.11.2001

 
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