Heinz Sielmann Ein Leben für die Natur Ausstellungseröffnung im Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg
 

MR H.-W. Persiel vom Niedersächsischen Umweltministerium
spricht bei der Ausstellungseröffnung über zwingenden Naturschutz...

MR H.-W. Persiel vom Niedersächsischen Umweltministerium unterstreicht, daß die "Sielmann-Ausstellung" das Leben eines Menschen dokumentiert, der sich Zeit seines Lebens mit Tieren und ihren natürlichen Lebensräumen beschäftigt und seine Erkenntnisse darüber immer weiter vermittelt hat.
"Unsere Welt" erfahren wir heute nicht mehr durch die Auseinandersetzung mit der Natur, sondern fast ausschließlich entfremdet von den natürlichen Prozessen.

Durch die Beschäftigung mit der belebten Welt erfahren wir, dass das Leben nicht durch Menschenhand ersetzt werden kann. Eine Auseinadersetzung mit der Umwelt kann dazu führen, zu erkennen, sich für den Erhalt von schutzbedürftigen Naturräumen einzusetzen. Es besteht die Notwendigkeit, daß sich alle Menschen mit dieser Thematik beschäftigen, jeder an seinem Platz.

Die Liebe zur unbeeinflußten Natur war sicherlich Heinz Sielmanns Motivation, eine Begegnunsgsstätte und ein Naturerlebniszentrum auf Gut Herbighagen zu schaffen.

Eine solche Einrichtung, in der insbesondere Kinder geschult werden, ist zukunftsweisend und verdient Beachtung." Ziel muß es sein, den Kindern eine Welt zu hinterlassen, in der es Wert ist zu Leben und dafür ein Bewußtsein zu schaffen.

MR H.-W. Persiel vom Niedersächsischen Umweltministerium würdigt Prof. Sielmanns Lebenswerk
MR H.-W. Persiel vom Niedersächsischen Umweltministerium würdigt Prof. Sielmanns Lebenswerk
Vereinbarungen, wie die "Agenda 21" vertreten "die nachhaltige Nutzung in allen Bereichen, die insbesondere die derzeitige Diskussion um Landwirtschaft und Naturschutz anspricht . Menschen, Pflanzen, Tiere, Ökosysteme, der verantwortungsvolle Umgang mit ökologischen Notwendigkeiten und Gesetzmäßigkeiten, der Beachtung der Schönheit und Vielfalt, und den vollen Umfang der Natur an unsere Kinder weiterzugeben. "Nicht alles, was technisch möglich ist, muss zum Einsatz kommen".
Die Notwendigkeit Abhilfe zu Schaffen ist zum Politikum geworden. Naturschutz muss sich als übergeordnete Politik begreifen.

"Wir brauchen einen totalen Naturschutz auf den dafür besonders geeigneten Flächen. (Statistisch 15-20% der Flächen eines Landes). Gleichzeitig muss jedoch auch auf der übrigen Fläche eine naturverträgliche, nachhaltige Nutzung eingeführt werden.
Unter allen Nutzergruppen ist die Landwirschaft die Bedeutendste, (55% der Fläche). Gerade diese Nutzergruppe ist besonders aufgerufen, mit der Natur besonders pfleglich umzugehen.

Die Ansätze, die gegenwärtig diskutiert werden, (z.B. ökologischer Landbau) sind grundsätzlich zu unterstützen. Entscheidend ist jedoch, dass auch auf der übrigen Fläche eine Nutzung betrieben wird, z.B. von der Naturwissenschaft, dem Handel und von der Industrie.

Naturschutzpolitik muß konkret heißen, dass alles zu unterlassen ist, was Vielfalt, Schönheit und Eigenart der Natur schmälert. Es muß vorrangiges Ziel sein, künftigen Generationen den vollen Umfang der belebten wie unbelebten Natur weiterzugeben.

"Heinz Sielmann war es, der durch seine Tierfilme nicht nur den Kopf der Betrachter, sondern insbesondere auch das Herz erreicht hat. Diese emotionale Ebene ist es, die abhanden gekommen scheint. Nichts geht über das direkte Empfinden... Zu fühlen, sehen, riechen, schmecken....

 
08.06.2001
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